Knapp drei Jahrzehnte in der IT-Branche prägen Stefan Beckers Werdegang, der sich nun an die Spitze des Deutschlandgeschäfts von CGI setzt. Seine Anfänge liegen im Zusammenschluss mit American Management Systems, ab da führte ihn sein Weg über Stationen in Operations und Corporate Services bis an die Spitze des Unternehmens in Süd-USA – ungewöhnlich für jemanden, der im Handumdrehen zwischen Sektoren und Kontinenten zu wechseln schien. Persönlich spannend: Becker weist Führungsstationen in fast allen Ecken des Beratungsuniversums auf – Verteidigung, Regierung, Industrie.
Jetzt, zurück in Deutschland, blickt Becker unverkennbar auf einen Branchenumbruch: „Viele Unternehmen suchen gerade händeringend nach Partnern, die nicht nur beraten, sondern auch Hands-on anpacken können – und dabei nachweisbare Ergebnisse liefern“, sagt er. Was auffällt, ist sein deutlicher Optimismus, der Wandel mitgestalten zu können, als wäre es ein nächstes strategisches Projekt. Im vergangenen Jahr wurde Becker mit dem CGI Builders Award für sein Engagement ausgezeichnet – nicht nur ein Symbol, sondern wohl auch Ansporn. Ausbildungsstationen? MBA und ein Bachelor aus Virginia – beachtlich, aber nicht übermäßig ungewöhnlich für dieses Niveau.
CGI zählt mit seinen 94.000 Experten international zu den wichtigsten unabhängigen IT- und Beratungsfirmen. Unter dem neuen Deutschlandchef Stefan Becker, einem erfahrenen Manager mit einem vielfältigen Hintergrund in verschiedenen Branchen und Ländern, sollen Digitalisierung und organisatorische Transformation weiter beschleunigt werden. Die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr: 15,91 Milliarden kanadische Dollar Umsatz – eine eindrucksvolle Zahl, die die Marktbedeutung unterstreicht. Bemerkenswert ist, dass Beckers Rückkehr nach Deutschland auf eine Phase fällt, in der Digitalkompetenz und Transformationswillen in vielen Unternehmen dringend gebraucht werden. Aus aktuellen Medienberichten geht hervor, dass sich die IT-Branche in Deutschland derzeit in einer intensiven Umbruchphase befindet. Die Folgen des Fachkräftemangels, die laufende Debatte über Datensouveränität sowie neue Initiativen rund um Künstliche Intelligenz und Automatisierung formen entscheidend das Branchengeschehen. Beckers umfassende, internationale Führungserfahrung könnte helfen, deutsche Unternehmen inmitten dieses Wandels praxisnah zu begleiten und CGI als Innovationsmotor zu positionieren.