Außerdem wird die klassische Grundausbildung neugestaltet. Ab Mai rollen die Streitkräfte eine zentrale Basis-Ausbildung aus, statt wie bisher je nach Waffengattung unterschiedliche Programme zu fahren. Heimatschutz wird zum verbindlichen Fixpunkt. Wozu das alles? Es soll die Reserve stärken, so das Papier von Breuer und Hilmer. Neu im Lehrplan: Umgang mit Drohnen bereits in den ersten Wochen, sowie eine Art Resilienztraining – man lernt, im Ernstfall auch zivil zu improvisieren. Klingt nach Fortschritt und einer leichten Kurskorrektur Richtung Gegenwart. Doch ob das reicht, bleibt abzuwarten. Ich frage mich manchmal, wie viel davon am Ende Alltag wird und wie viel bloß Papier bleibt.
Die Bundeswehr ringt aktuell mit der Herausforderung, für ihren neuen, vereinheitlichten Wehrdienst rasch zusätzliche Ausbilder zu gewinnen. Neben aktiven Soldaten sollen künftig auch Mannschaftssoldaten und verstärkt Reservisten als Ausbilder fungieren. Letztere werden durch erhebliche finanzielle Anreize motiviert, um die dringend benötigte Ausbildungskapazität zu sichern. Die Grundausbildung selbst wird bundesweit vereinheitlicht und beinhaltet erstmals standardisierte Drohnenschulungen sowie ein Resilienztraining für Krisenzeiten. In den aktuellen Medienberichten zeigen sich Experten jedoch skeptisch, ob diese Maßnahmen langfristig ausreichen, da sowohl die Zahl der geeigneten Ausbilder als auch die Attraktivität des Reservistendienstes schwer kalkulierbar sind. Laut Recherchen aus jüngsten Artikeln wird die Attraktivitätssteigerung durch Prämien als wichtiger Schritt bewertet, es fehlt allerdings an strukturellen Reformen der bestehenden Ausbildungssysteme. Zusätzlich wird diskutiert, dass die gesellschaftliche Akzeptanz eines neuen Wehrdienstes und die Integration moderner Technologien wie Drohnen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg sind.