Gestern sanken die Spritpreise zwar leicht, was mit aktuellen Tendenzen an den Börsen zusammenhängt, aber die Gesamtsituation bleibt vollkommen unsicher. Die Versorgung hängt buchstäblich am seidenen Faden, so Küchen gegenüber RTL und ntv, und niemand weiß, wie schnell zerstörte Raffinerien wieder instand gesetzt werden können. Viel wird über die Straße von Hormus geredet, aber eigentlich betrifft das Problem die weltweite Produktionskette – also nicht nur einen einzigen Nadelöhr-Punkt, sondern die gesamte Verfügbarkeit von Öl und den daraus hergestellten Kraftstoffen. Küchen betont, dass niemand abschätzen könne, wie lange das anhält. Die Vorwürfe, die Mineralölkonzerne würden gezielt die Preise an Tankstellen in die Höhe treiben, weist Küchen zurück und verweist auf die Marktdynamik. Die Störung der Ölversorgung sei laut Internationaler Energieagentur historisch beispiellos: Ein Fünftel des globalen Angebots fehle aktuell, weil nicht nur die Lieferkette über die Straße von Hormus unterbrochen sei, sondern auch durch zerstörte Raffinerien Rohöl und vor allem Benzin und Diesel seltener zu haben seien. Diese Produkte hätten dann oft ganz eigene Preisdynamiken. Küchen stellt klar: Das, was Autofahrer an der Tankstelle zahlen, spiegelt schlicht die Entwicklung im Weltmarkt wider – und in anderen Ländern sei Vergleichbares zu beobachten.
Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes 'en2x', Christian Küchen, warnt vor länger andauernden Folgen des Iran-Krieges auf die Kraftstoffpreise in Deutschland und weltweit. Die historisch einmalige Unterbrechung der Ölversorgung betrifft rund 20 Prozent des Angebots, vor allem durch Sperrungen rund um die Straße von Hormus und die Zerstörung von Raffinerien, was wiederum die Versorgung mit Diesel und Benzin weiter verschärft. Auf aktuellen Nachrichtenportalen wie etwa der FAZ oder der Süddeutschen ist nachzulesen, dass Experten und Analysten die Unsicherheit der Märkte bestätigen und kurzfristig keine Entspannung beim Preisniveau erwarten – eine rasche Rückkehr zur Normalität scheint unrealistisch. Neuere Recherchen der letzten 48 Stunden zeigen außerdem, dass internationale Energieagenturen sogar eine Kettenreaktion befürchten, weil wichtige Raffinerien im Mittleren Osten für Wochen oder Monate ausfallen könnten. Insbesondere die Diskussion über die Rolle der Spekulation auf dem Ölmarkt gewinnt an Fahrt, da sie kurzfristige Preissprünge noch verstärken kann.