Pantisano erwägt CDU-Zusammenarbeit in Sachsen-Anhalt, um AfD-Einfluss zu blockieren

Luigi Pantisano, der sich um den Vorsitz der Linken bewirbt, zeigt sich kompromissbereit: Sollte nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nur eine Zusammenarbeit mit der CDU verhindern, dass die AfD mitregiert, würde er diesen Weg gehen – notfalls auch abseits klassischer Koalitionen.

heute 06:37 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal kommt die Politik an einen Punkt, wo die üblichen Bekenntnisse nicht mehr ausreichen. Genau das illustriert Luigi Pantisano: In einem Interview betont der Linken-Chef-Kandidat, dass alles daran gesetzt werden müsse, einen „Machtzuwachs der Faschisten“ in Sachsen-Anhalt zu stoppen – so seine deutlichen Worte. Die Linke sei bereit, beweglich zu handeln, auch wenn dies unbequem oder widersprüchlich erscheine. Eine direkte Koalition mit der CDU hält Pantisano für problematisch – schließlich könnte das der AfD das Bild spielen, wonach im Zweifel doch alle Parteien gemeinsame Sache machen. Aber: Schon heute gäbe es – vor allem in Thüringen oder Sachsen – parlamentarische Modelle, bei denen die Linke ohne Regierungsamt Mehrheiten ermöglicht. Ein so heikles Lavieren sei politischer Alltag geworden, wenn das Ergebnis stimmt: keine AfD in der Regierung. Nicht auszuschließen sei jedoch, dass nach dem Wahlausgang eine Annäherung an die CDU unvermeidlich wird – je nachdem, wie die übrigen Parteien abschneiden. Pandisano stellt zudem klar deutlich: Die Linke tritt nur dann selbst für eine Regierungsbeteiligung ein, wenn sie tatsächlich Inhalte verwirklichen kann. Das Motto bleibt: ‚Regieren wollen alle – verändern ist unser Ziel.‘ Interessanterweise klingt in Pantisanos Worten immer auch Unsicherheit: Was, wenn das Lavieren und Taktieren der AfD sogar in die Hände spielt?

Luigi Pantisano, Kandidat für den Linken-Parteivorsitz, äußert sich offen zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der CDU in Sachsen-Anhalt, sollte nur so die Regierungsbildung durch die AfD verhindert werden – wenngleich er auf die politischen Risiken eines solchen Schrittes hinweist. Er verweist auf bereits existierende Beispiele in Ostdeutschland, wo parlamentarische Unterstützung funktioniert, ohne in klassische Koalitionen zu münden und betont, dass eine echte Regierungsbeteiligung für die Linke nur infrage kommt, wenn wesentliche politische Forderungen durchsetzbar sind. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen: Die politische Debatte um die AfD als systemische Gefahr für die demokratische Ordnung bleibt akut, zumal viele ostdeutsche Bundesländer mit ähnlichen Dilemmata konfrontiert sind und Parteienbündnisse abseits gewohnter Pfade erwägen müssen. Neuere Recherchen zeigen, dass die aktuelle politische Landschaft ostdeutscher Länder weiterhin durch ein Erstarken der AfD geprägt ist und andere Parteien vor zunehmend schwierige Koalitionsentscheidungen stellt; die Debatte um das 'Brandmauer'-Versprechen gegenüber der AfD flammt bundesweit immer wieder auf. In Sachsen-Anhalt regt sich zudem Widerstand innerhalb der CDU gegen jede Form der Kooperation mit Linken, während gleichzeitig die zunehmende Fragmentierung des Parteiensystems das Bild der Koalitionsfindung massiv erschwert. Übrigens: Auch gesellschaftliche Initiativen und Bündnisse suchen aktuell verstärkt nach neuen Strategien zur Stärkung demokratischer Mehrheiten und zur Ausgrenzung rechtsextremer Einflüsse – was politische Führungspersönlichkeiten wie Pantisano immer häufiger vor scheinbar unauflösbare Dilemmata stellt.

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