Wadephul zufolge könnte ein Mandatsentwurf für einen Bundeswehr-Marineeinsatz in der Straße von Hormus in Kürze vorliegen, sofern die Verhandlungen zwischen den USA und Iran zu einem tragfähigen Ergebnis führen. Am entscheidendsten, so hebt er hervor, bleibt die Zustimmung aller direkt betroffenen Staaten – besonders Iran und Oman – sowie die Voraussetzung, dass bewaffnete Auseinandersetzungen beigelegt sind und ein gemeinsamer Auftrag zur Minenräumung besteht. Einen großen Haken sieht er bei der nötigen internationalen und innenpolitischen Rückendeckung: Ohne Mandat vom Bundestag und – wenigstens idealerweise – UN-Resolution bleibt das Vorhaben rechtlich und praktisch auf wackligem Grund. Weitere Details (aktuell recherchiert): Die Bundesregierung beobachtet die jüngsten Spannungen am Golf sehr genau; Handelswege durch die Straße von Hormus sind für Europa wirtschaftlich hochrelevant. In den letzten 48 Stunden wurde in mehreren Leitmedien diskutiert, inwiefern nicht nur die sicherheitspolitische, sondern auch eine europäische Dimension zu beachten ist – insbesondere, weil Frankreich und Großbritannien bereits eigene Initiativen vorlegen. Hintergrund sind wiederholte Minenvorfälle und Angriffe auf Frachter, die zu größeren Unsicherheiten geführt haben. Der Bundestag zeigt sich laut jüngsten Berichten grundsätzlich offen, mahnt aber eine breite Legitimierung und klare Einsatzregeln an.