Kolumbien bezwingt WM-Neuling Usbekistan mit 3:1 – Kraftakt zum Auftakt

Ein gelungener Auftakt für Kolumbien: Mit einem 3:1 gegen Usbekistan setzen die Südamerikaner zum Start der WM-Gruppe K ein erstes Ausrufezeichen.

heute 06:14 Uhr | 2 mal gelesen

Das Spiel begann mit zurückhaltender Spannung – beinahe könnte man sagen, jeder wartete auf einen Fehler des anderen, als plötzlich in der 40. Minute Daniel Muñoz da war: Mit einem feinen Lupfer nach Diaz' punktgenauer Flanke ließ er dem usbekischen Keeper keine Chance. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dann der – zugegeben – seltene Jubelmoment für Usbekistan: Fayzullaev köpfte zum Ausgleich, als ein abgefälschter Schuss eine unübersichtliche Szene verursachte. Lange konnten die Usbeken das Momentum aber nicht halten: Diaz (Kolumbien) schickte fünf Minuten danach einen Schuss in Richtung Tor, den der Schlussmann der Usbeken eher freundlich als entschlossen ins Netz rollen ließ. Was Usbekistan auszeichnete, war ihre Hartnäckigkeit – ganz ehrlich, manch erfahreneres WM-Team hätte nach einem Rückstand aufgegeben, aber sie machten weiter. Erst in der Nachspielzeit (und das war tief in der Nachspielzeit, die neunte Minute!) setzte Campaz den letzten Akzent, als er nach einer scharf hereingetretenen Flanke von Hernandez traf. Am Ende bleibt das Bild: Kolumbien routiniert und recht kompromisslos, Usbekistan mutig, aber mit wenig Fortune im Abschluss. Bei aller Euphorie über den Auftaktsieg sollte Kolumbien gewarnt sein – nicht jeder Gegner lässt sich auf Dauer so bezwingen.

Die Begegnung stand im Zeichen von Kolumbiens Erfahrung gegen Usbektistans WM-Premiere. Während Kolumbien in Schlüsselmomenten eiskalt zuschlug, zeigte sich Usbekistan kämpferisch, konnte aber die Klasse der Südamerikaner nicht ganz mitgehen. Auffällig: In Gruppe K kristallisiert sich Kolumbien damit als einer der heißen Favoriten heraus – und der WM-Neuling aus Usbekistan liefert zumindest einen ersten Achtungserfolg. Nach neuesten Medienberichten sucht Kolumbien trotz des erfolgreichen Starts weiterhin nach Stabilität im Mittelfeld, während Usbekistan in seinem ersten WM-Auftritt vor allem für seine überraschend robuste Defensivarbeit gelobt wird. Außerdem sorgte besonders die leidenschaftliche Unterstützung der Fans im Stadion und auf den Straßen in beiden Ländern für Stimmung, sodass Fußball wieder einmal Brücken baute, die über den Sport hinausreichen.

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