Plötzlicher Aufschwung beim Geschäftsklima – Ifo-Index überrascht mit Wachstum

Frischer Wind für die Wirtschaft: Viele deutsche Unternehmen schöpfen derzeit neue Hoffnung.

heute 12:31 Uhr | 2 mal gelesen

Schon merkwürdig, wie falsch man sich manchmal verschätzen kann: Im August ist der Ifo-Geschäftsklimaindex unverhofft nach oben geschnellt – auf stolze 88,8 Punkte, was sämtliche Vorhersagen der Fachleute klar geschlagen hat. Von den Firmen hört man inzwischen viel weniger Klagen über ihre aktuelle Lage, so meldet es das Ifo-Institut. Die Unsicherheit, die in den letzten Monaten wie eine zähe Suppe über allem lag, nimmt weiter ab. Trotz neuer Preisanstiege bei Energie scheint eine gewisse Widerstandskraft durch die Betriebe zu wandern. Deutschland – so wirkt es – kommt auf wackeligen Beinen, aber immerhin voran. Im produzierenden Bereich klingt das alles jetzt schon weniger nach Krisenmodus. Da mischen sich sogar vorsichtige Wachstumsfantasien unter die Stimmen, selbst wenn noch viele Auftragsbücher mehr Leerstellen als Einträge zeigen. Für das kommende Quartal wird aber doch mehr Aktivität erwartet, wenigstens ein bisschen Hoffnung ist da. Auch bei den Dienstleistenden kehrt eine Art Alltagswille zurück; in der IT-Branche macht sich neben Routine sogar ein Funken Pioniergeist bemerkbar. Lediglich Bereiche wie Transport und Logistik hängen gefühlsmäßig etwas in der Warteschleife: Hier wiegt die anhaltende Flaute schwerer. Und der Handel? Selbst dort lugt ein Lächeln hervor. Während Großhändler beinahe gelöst wirken, gibt es im Einzelnen immer noch gewisse Schwankungen – das Bild ist nuanciert. Im Baugewerbe, sonst eher als Miesepeter bekannt, hat immerhin der tiefste Pessimismus nachgelassen, wenngleich die Lage bei genauerem Hinsehen weiterhin angespannt bleibt.

Im August hat der Ifo-Geschäftsklimaindex mit einem Anstieg auf 88,8 Zähler viele Ökonomen überrascht. Einige Unternehmen zeigen wieder mehr Zuversicht, auch wenn Preissprünge beim Strom und Rohstoffen die Kalkulationen schwierig machen. Während sich das verarbeitende Gewerbe und vor allem die IT-Branche etwas lebendiger zeigen, herrscht im Bausektor und im Logistikbereich weiterhin Skepsis. Die aktuelle Stimmung scheint nicht allein äußeren Einflüssen zu entspringen, sondern auch einem vorsichtigen Glauben an die eigene Anpassungsfähigkeit. Recherchen zeigen, dass internationale Lieferketten, Fachkräftemangel sowie Inflation als Herausforderungen bleiben – doch durch das Aufhellen der gesamtwirtschaftlichen Lage ist zumindest ein Hauch Zuversicht zurückgekehrt. Weitere Details aus aktuellen Medien (Stand: 48 Stunden): - Die „WirtschaftsWoche“ berichtet, dass zahlreiche Mittelständler in Folge der verbesserten Stimmung wieder aktiv in Zukunftstechnologien investieren und sich verstärkt auf Innovationen im Bereich Digitalisierung und Nachhaltigkeit konzentrieren. - Bei „Handelsblatt“ wird besonders betont, dass sich die Unsicherheit vieler Unternehmen weiterhin auf die Energiepolitik und die globalen Lieferketten bezieht, wenngleich die erwarteten Auftragseingänge laut jüngster Umfragen erstmals seit Monaten im Plus liegen. - Die „Tagesschau“ hebt hervor, dass der Export in wichtige Märkte, etwa nach Nordamerika und Asien, überraschend stabil läuft und so einen robusten Wachstumspfeiler für die deutsche Konjunktur darstellt.

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