Wie viel lassen sich Deutsche ihre Gaming-Leidenschaft kosten? Frische Zahlen und überraschende Details

334 Euro pro Jahr – so viel stecken deutsche Spieler durchschnittlich in Games. Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Gaming-Typen sind größer als viele vermuten würden.

heute 14:01 Uhr | 2 mal gelesen

Wie viel gibt man eigentlich fürs Gaming aus, ohne wirklich darüber nachzudenken? Genau das wollte Bitkom, der Verband aus der IT-Branche, mal genauer wissen – und hat dazu im letzten Frühsommer eine Telefonbefragung unter Menschen ab 16 Jahren durchgeführt. Herausgekommen ist: Im Schnitt landen stolze 334 Euro pro Kopf und Jahr in der virtuellen Spielwelt – was sich erstmal nach einer beachtlichen Summe anhört. Wenn man dann allerdings etwas tiefer gräbt, zeigt sich ein ziemlich gespreiztes Muster: Rund 25 Prozent der Spieler investieren satte 781 Euro und mehr im Jahr – das ist beinahe dreimal so viel wie der Durchschnitt. Acht Prozent hingegen begnügen sich mit Ausgaben, die unter 100 Euro bleiben. Wer weiß, vielleicht verstecken sich unter ihnen echte Minimalisten oder einfach Gelegenheitszocker mit wenig Zeit (und noch weniger Motivation, sich durch Rabattaktionen zu klicken?). Die breite Mehrheit, konkret 63 Prozent, gibt jährlich zwischen 100 und 300 Euro aus. Fünf Prozent fallen in die Kategorie 300 bis 500 Euro, zwölf Prozent liegen irgendwo zwischen 500 und 1.000 Euro, und vier Prozent lassen es richtig krachen und knacken die Vierstelligkeit. Bei genauer Betrachtung ist da ein deutlicher Trend sichtbar: Je jünger, desto spendierfreudiger. Die 16- bis 29-Jährigen investieren im Schnitt 376 Euro pro Jahr, die Altersgruppe 30 bis 49 immerhin noch 353 Euro, die Generation 50 bis 64 schraubt es auf 294 Euro herunter. Und ab 65 Jahren schrumpft das Budget nochmal merklich – durchschnittlich 168 Euro pro Jahr, womöglich ein Indiz dafür, dass Interessen sich eben doch mit den Jahrzehnten verschieben oder schlicht andere Prioritäten setzen. Insgesamt sprachen die Meinungsforscher mit 1.205 Menschen, von denen sich 663 selbst als Gamer bezeichnen. Die Interviews liefen in Kalenderwoche 20 bis 24 des Jahres 2026 – Zahlen, die zeigen, wie vielfältig das Gaming in Deutschland geworden ist. Persönlich kenne ich sowohl Leute, die monatelang dasselbe Indie-Spiel zocken, als auch jene, die jeden In-Game-Skin brauchen. Vielleicht ist das eben das Faszinierende am Hobby Gaming: Kaum zwei zahlen das Gleiche, und der Austausch darüber sagt manchmal mehr über die Persönlichkeit als das Lieblingsspiel.

Die aktuelle Bitkom-Studie legt offen, dass deutsche Videospiel-Fans im Jahresmittel stolze 334 Euro für ihr Hobby springen lassen – einige investieren mit über 1.000 Euro jedoch deutlich mehr, während rund acht Prozent noch nicht einmal 100 Euro ausgeben. Besonders auffällig: Die Bereitschaft, Geld für Games zu lassen, ist bei jüngeren Spielern deutlich ausgeprägter, was auch mit aktuellen Trends wie Mikrotransaktionen, Download-Inhalten und Abos wie PlayStation Plus oder Game Pass einhergeht. Medien wie die Süddeutsche Zeitung und DIE ZEIT berichten zudem, dass die Dynamik durch Mobile-Games und stetig wachsende Abo-Angebote weiter zunimmt, während Streaming-Services und Online-Shops das Ausgabeverhalten weiter verschieben. Zudem fanden jüngste Diskussionen einen neuen Schwerpunkt auf Ingame-Käufe bei Kindern, denen Eltern oft nur schwer folgen können. Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten heben zudem hervor, dass die Gaming-Pandemie für einen Nachfrageschub gesorgt hat und Streaming-Dienste inzwischen fest in die Alltagsfinanzen vieler Spieler eingezogen sind.

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