Neulich habe ich in die Ergebnisse der TÜV Mobility Studie für 2026 geschaut, und das Bild ist... nun ja, durchwachsen, um es nett zu sagen. Etwa jeder vierte Befragte würde beim nächsten Autokauf gerne auf ein reines E-Auto umsteigen. Noch ein weiteres Viertel liebäugelt eher mit Hybrid-Fahrzeugen, und Wasserstoff? Ringt sich gerade mal vier Prozent ihrer Gunst ab. Immerhin 35 Prozent geben dem guten alten Verbrenner nach wie vor den Vorzug – ein bisschen wie am Frühstückstisch, wenn immer noch Filterkaffee bestellt wird. Überraschend: Sogar viele, die heute noch Verbrenner oder Hybrid fahren, schließen einen künftigen Umstieg auf Elektroautos nicht mehr kategorisch aus.
Die größten Hindernisse? Am lautesten tönen die Kosten (57 Prozent), gefolgt von anhaltender Reichweitenangst (52 Prozent) und dem ganz eigenen deutschen Ladelotten (50 Prozent klagen – in Städten sind’s noch mehr). Speziell im Winter frustriert der Reichweitenverlust ganze 61 Prozent der E-Autofahrer. Hinzu kommen umständliche Bezahlvorgänge und schwer nachvollziehbare Preise an den Ladesäulen, die auch mir manchmal ein leichtes Kopfschütteln entlocken würden.
Interessant ist, dass Parallel die Sehnsucht nach funktionierendem öffentlichen Verkehr immer stärker wird: Eine satte Mehrheit wünscht sich mehr Schwung für Bus und Bahn. Trotzdem: Das Auto bleibt Platzhirsch – vier von fünf Deutschen fahren regelmäßig Auto, deutlich mehr noch als Rad, zu Fuß oder mit Bus und Bahn. In Großstädten dagegen steigt die Zahl der Fahrrad- und ÖPNV-Nutzer deutlich.
Apropos: Das Gefälle zwischen ländlichen Regionen und urbanen Zentren ist stark wie eh und je. Während auf dem plattdeutschen Land fast jeder hinters Lenkrad muss, nutzen in den Metropolen immerhin mehr als die Hälfte den Nahverkehr – ein kleiner Lichtblick für Bus und Bahn.
Befragt wurden für diese Bestandsaufnahme 2.504 Menschen ab 18 Jahren im Frühjahr 2026. Unterm Strich bleibt der Eindruck: Auch wenn die Technik voranschreitet, ist der Weg zur elektrischen Gegenwart noch lang und voller kleiner und großer Hürden.
Die Akzeptanz von E-Autos nimmt in Deutschland stetig zu – aber viele Menschen straucheln am Preis, den Unsicherheiten rund um Ladeinfrastruktur und Reichweite sowie undurchsichtigen Tarifen. Aktuelle Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft zeigen, dass mittlerweile über 100.000 öffentliche Ladepunkte existieren; auf dem Land hinken Ausbau und Verfügbarkeit jedoch deutlich hinterher. Neuere Recherchen ergeben, dass Fördermittel und politische Initiativen auf Verbesserungen der Ladeinfrastruktur zielen, der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos wächst rasant und neue E-Modelle immer wieder Diskussionen über Alltagstauglichkeit, Strompreise und Umweltbilanz auslösen.