Konstantin von Notz von den Grünen hat Bundeskanzler Merz und Innenminister Dobrindt nach dem Drohnenzwischenfall in Leipzig scharf kritisiert: Statt echter Fortschritte stagniere die Arbeit an einer effektiven Abwehrstrategie – vor allem im Digitalen hinkt Deutschland weiter hinterher. Insbesondere die Absicherung kritischer Infrastruktur und der Schutz vor Desinformation gelten laut Sicherheitsexperten nach wie vor als löchrig; viele prangern mangelnde Umsetzung, fehlende klare Zuständigkeiten und zu wenig technologische Initiative im Infrastrukturschutz an. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit zunehmend unter Druck, verbindliche und praxisnahe Lösungen vorzulegen, während die Gefahr durch Drohnen, Cyberattacken und Propaganda stetig wächst. Laut Recherchen vieler Nachrichtenportale zeigen sich die Versäumnisse mittlerweile immer gravierender: So warten Flughäfen weiterhin auf durchgreifende Sicherheits-Upgrades, Bund und Länder streiten um Zuständigkeiten, und auch die Abstimmung über konkrete Standards verzögert sich. Die Europäische Union fordert bundesweit verbindliche Maßnahmen gegen hybride Bedrohungen; Bürger und Opposition verlangen zunehmend Schnelligkeit und Tatkraft – denn die nächste Krise kommt bestimmt. Darüber hinaus entstehen inzwischen bundeslandübergreifende Arbeitsgruppen, die an gemeinsamen Standardisierungen arbeiten; trotzdem steht ihre Wirksamkeit ohne bundesgesetzliche Verankerung infrage.