Regisseur Camiel Schouwenaar holte sich Anregung aus wahren Begebenheiten und arbeitete eng mit Job Tichelman zusammen, dessen eigene Geschichte den Grundstein für das Drehbuch bildete. Für seine Authentizität und Empathie wurde der Film mehrfach prämiert – unter anderem 2022 sowohl als bester niederländischer Kinderfilm beim Cinekid Festival als auch als bester europäischer Kinderfilm beim Filmfestival Schlingel in Chemnitz. Im Mittelpunkt: Dylan (Maik Cillekens), ein elfjähriger Kicker und sein Kumpel Youssef (Anouar Kasmi), die beide das Fußballfieber gepackt hat. Plötzlich überschattet ein schwerer Unfall Dylans Leben und stürzt ihn in eine scheinbar ausweglose Situation – die Hoffnungen auf eine glanzvolle Karriere sind zerstört. Doch weder er noch seine Freunde geben auf: Mit viel Einfallsreichtum und Hartnäckigkeit versuchen sie alles, damit Dylan trotzdem am großen Event des Freestyle-Stars Touzani (Soufiane Touzani) teilnehmen kann. Und dann ist da noch Maya (Kailani Busker), eine talentierte Skaterin, in die sich Dylan Hals über Kopf verliebt. Niederlagen im Leben? Für Dylan offenbar keine Option. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit von Ostlicht Filmproduktion, Weimar, und Rinkel Film aus Amsterdam. Die MDR-Redaktion übernahmen diesmal Daniela Adomat und Anne Richter.
Dieser Film berührt vor allem deshalb, weil er nicht nur klassische Sportdrama-Elemente, sondern auch Fragen nach Zugehörigkeit, Verlust und Behinderung behandelt. Die Stärke liegt darin, wie real und unverkitscht die Figuren gezeichnet sind – gerade Kinder und Jugendliche erleben verschiedene Facetten von Rückschlägen und Hoffnung. Spannend ist übrigens, dass inklusiver Sport und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern mit Beeinträchtigung derzeit auch in anderen europäischen Ländern stärker diskutiert werden, was sicherlich für die breite Resonanz des Films auf internationalen Festivals sorgt. Ergänzend lässt sich sagen: In Deutschland läuft parallel eine gesellschaftliche und mediale Debatte, wie mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Alltag gelingen kann, zum Beispiel in der Schule oder im Sportverein. Medien wie Süddeutsche und Die Zeit haben in den letzten Tagen mehrfach auf die Bedeutung inklusiver Angebote hingewiesen. Viele Stimmen fordern, solche Geschichten stärker in den Fokus von Kinder- und Jugendmedien zu rücken – also kein Wunder, dass KiKA genau auf diese Themen setzt.