Proteste im Iran: Tausende fordern Reza Pahlavi als Hoffnungsträger – Ein Blick hinter die Kulissen

Teheran und Dutzende weitere iranische Städte erleben derzeit massive Demonstrationen. Schon seit sechs Tagen trotzen zahllose Menschen dem Druck des Regimes, skandieren laut und unmissverständlich gegen die Herrschaft der Islamischen Republik – und setzen erstaunlich klar auf Reza Pahlavi als neue Führungsfigur.

heute 14:41 Uhr | 15 mal gelesen

Irgendwo zwischen improvisierten Barrikaden und dem Rauch explodierender Tränengasgranaten stehen sie: Männer, Frauen, Junge, Alte. Es ist dieser kollektive Aufstand, der seit Tagen immer wieder das Bild auf Irans Straßen prägt. Mindestens neun getötete Demonstrierende und Dutzende Verletzte oder Verschleppte kosten bereits jetzt ihren Einsatz – und dennoch reißen die Proteste nicht ab. Auffällig ist diesmal: Die Parolen beschränken sich nicht auf angedeutete Unzufriedenheit mit dem System. Hier wird offen der „Sturz der Islamischen Republik“ verlangt, viele nennen Kronprinz Reza Pahlavi sogar namentlich als Hoffnungsträger eines zukünftigen, anderen Iran. Rufe wie „Reza Reza Pahlavi!“ oder „Lang lebe der Schah!“ klingen durch die Gassen, gerade auch im Teheraner Basar. Das überrascht, weil eben diese Basar-Community in der Vergangenheit als konservative Stütze des Systems galt, oft religiös geprägt. Doch offenbar dreht der Wind – und mit ihm verschieben sich die Erwartungen und Forderungen vieler Iranerinnen und Iraner. Was als Protest gegen wirtschaftlichen Frust, gegen Inflation und Kaufkraftverlust begann, hat sich blitzschnell zu einer in der Breite spürbaren Systemkritik ausgeweitet. Über Provinzgrenzen hinweg verbinden sich Stimmen, die nach einer säkularen, freiheitlichen Gesellschaft rufen – ohne Spaltung entlang ethnischer, religiöser oder sozialer Linien. In den Worten Reza Pahlavis: Wer Heilung will, braucht den Willen des ganzen Volkes. Der Westen, spürt man in jedem Ruf auf den Straßen, muss sich bekennen: Die bisherige Politik – Abwarten, Verhandeln, Wegschauen – hat für die Menschen im Iran wenig verändert. Wer eine bessere Zukunft will, müsse jetzt laut der Opposition und ihrer Unterstützer die einzig legitime Führung des Volkes anerkennen – und den Dialog mit Reza Pahlavi suchen. Die Iran Novin Partei, als neuer politischer Akteur, sieht sich hier ganz vorne und ruft auch Deutschland und Europa zur Umkehr in ihrer Iran-Politik auf.

Die Proteste im Iran reißen auch nach mehreren Tagen nicht ab und haben sich, laut verschiedenen Berichten, zu einer beeindruckend breiten Bewegung entwickelt. Die Demonstrierenden skandieren offen für eine zukünftige Ordnung ohne die Islamische Republik und fordern Kronprinz Reza Pahlavi als Leitfigur, was besonders bemerkenswert ist, da selbst konservative Gruppen wie die Basarhändler diesen Ruf mittragen. Internationale Medien berichten zudem von heftigen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, massiven Internet-Sperren und einer wachsenden Solidarisierung der Diaspora, während westliche Regierungen sich mit klaren Stellungnahmen weiterhin zurückhalten, viele Beobachter aber eine grundlegende Neuorientierung europäischer und deutscher Iran-Politik für überfällig halten.

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