Mitten in der Nacht kam es nach mehreren Medienberichten zu einem Angriff auf den Bereich des Flughafens al-Azraq, wo auch die Bundeswehr stationiert ist. Dort teilen sich deutsche Soldatinnen und Soldaten das Areal unter anderem mit den US-Streitkräften. Das klingt erst mal wie eine Szene aus einem düsteren Actionfilm – aber real: Trümmer oder Einschläge von Raketen sorgten für Alarm. Glück im Unglück: Die Deutschen saßen bereits in Schutzräumen, blieben also weitgehend unversehrt. Ob die Raketen selbst trafen oder nur Überbleibsel nach erfolgreicher Abwehr auf die Basis prallten, weiß man bis dato nicht so genau – das bleibt offenbar noch zu klären, der Nebel des Krieges eben.
Die Bundeswehr unterstützt von al-Azraq aus die internationale Koalition gegen Terrorgruppen in der Region, insbesondere per Luftbetankung. Wegen der steigenden Spannungen in den letzten Wochen hatte Deutschland die Präsenz vorausschauend heruntergefahren, normal waren zuletzt meist ein paar Dutzend bis etwas über hundert Soldaten vor Ort. Für einen möglichen Evakuierungs-Einsatz sind außerdem zwei A400M-Transportflugzeuge bereitgestellt.
Was die tatsächlichen Folgen des Angriffs betrifft, hüllt sich das zuständige Kommando der Bundeswehr in Schweigen: Weder über Verletzungen, noch über Sachschäden ist bislang gesichert etwas nach außen gedrungen. Man arbeite, so ein Sprecher, „mit Hochdruck“ an der Auswertung des Vorfalls.
In der Nacht zu Montag wurde die Bundeswehrbasis im jordanischen al-Azraq, die an der internationalen Anti-Terror-Koalition beteiligt ist, mutmaßlich mit Raketen aus dem Iran beschossen. Deutsche Soldaten kamen dabei nicht zu Schaden, weil sie rechtzeitig Schutzräume aufsuchten; ob die Raketen direkt auf die Basis einschlugen oder durch die Luftabwehr zerstört wurden, ist weiter unklar. Die Bundeswehr prüft noch, wie groß die Schäden sind, und hat den Vorfall zur internen Untersuchung gegeben. Aktuell wurden die militärischen Aktivitäten insbesondere nach den jüngsten regionalen Spannungen aus Vorsicht zurückgefahren.
Laut neuesten Medienberichten gab es in der Region einen koordinierten Angriff seitens des Iran auf mehrere Ziele, darunter Stützpunkte westlicher Militärs. Internationale Reaktionen fielen scharf aus; Deutschland hat seine Truppen weiterhin in Alarmbereitschaft, die allgemeine Sicherheitslage bleibt angespannt.