Neben den klassischen Faktoren wie Rohölpreise oder Steuerlast kommt nun ein neues Detail ins Spiel, das fast schon kurios wirkt: Das sogenannte Österreich-Modell wurde übernommen. Ab sofort dürfen die Spritpreise nur noch einmal täglich – und zwar um genau 12 Uhr mittags – erhöht werden. Preissenkungen sind weiterhin immer möglich. Praktisch bedeutete das am 1. April: Pünktlich um zwölf sprang der Preis für Super um fast acht Cent nach oben! Wer jetzt clever ist, tankt also wohl künftig am besten am späten Vormittag, direkt bevor alle preislich nachziehen dürfen. Der ADAC will das Experiment nun eng begleiten – und die Autofahrer merken: Alltagstauglich sind die neuen Preissprünge noch nicht so recht.
Wer wissen will, wo’s aktuell am günstigsten ist: Die App „ADAC Drive“ gibt einen schnellen Überblick über die Spritpreise in der Umgebung. Details gibt’s außerdem online auf www.adac.de/tanken.
Im März 2026 erreichten die Spritpreise in Deutschland neue Rekordwerte, besonders für Diesel, der mit durchschnittlich 2,164 Euro pro Liter so teuer wie noch nie war. Auch Super E10 zog stark an, blieb aber knapp unter früheren Höchstständen. Ursache sind neben internationalen Preiserhöhungen nun auch neue gesetzliche Vorgaben, wie das Österreich-Modell, wodurch Tankstellen ihre Preise im Tagesverlauf nur noch einmal – mittags – erhöhen dürfen. Dadurch entstehen teils abrupte Preissprünge kurz nach 12 Uhr, auf die Autofahrer nun reagieren müssen. Laut dem zuletzt veröffentlichten ADAC-Bericht bleibt abzuwarten, ob die Begrenzung der täglichen Preisanpassungen tatsächlich zu faireren Preisen oder nur zu neuen Taktiken der Mineralölkonzerne führt. Die allgemeine Verunsicherung am Markt hat viele Verbraucher verunsichert, während Experten weiterhin auf die globale Marktlage und die Auswirkungen geopolitischer Spannungen, insbesondere den Ukraine-Krieg, hinweisen. Hinzu kommen Diskussionen über eine mögliche temporäre Senkung der Energiesteuer oder andere staatliche Hilfen – derzeit aber alles noch ungeklärt.