Rheinmetall & Telekom schmieden Allianz für Drohnenabwehr

Die deutsche Rüstungsschmiede Rheinmetall und die Deutsche Telekom bündeln ihre Kräfte: Gemeinsam planen sie ein Schutzsystem gegen Drohnen und Sabotage, das künftig Städte und wichtige Infrastruktur absichern soll.

heute 11:28 Uhr | 2 mal gelesen

Wer heutzutage auf die Schlagzeilen schaut, stolpert unweigerlich über geopolitische Spannungen. Kein Wunder also, dass sich die Industrie formiert. Rheinmetall und die Telekom, zwei Schwergewichte in ihren Bereichen, verkündeten jetzt kurz vor der Bonner Sicherheitsmesse AFCEA, dass sie gemeinsam einen Schutzschild gegen Drohnen entwickeln wollen – explizit mit Blick auf kritische Infrastrukturen. Der Fokus liegt vor allem darauf, dass sich Art und Weise von Angriffen verschoben haben: Weg von rein physischen Sabotageakten hin zu hybriden Bedrohungen, bei denen Drohnen oftmals als trojanische Pferde oder Störmanöver auftreten. Ihr Plan: Eine Verteidigungslösung, die digitale Schutzmechanismen und klassische Abwehrtechnik verbindet – oder wie die Unternehmen es nennen: ein „Multi-Threat-Protection-Ansatz“. Armin Papperger, Chef von Rheinmetall, bringt es auf den Punkt: Drohnenangriffe seien zutiefst digital, und genau deshalb müsse auch die Abwehr digital gedacht werden – mit Sensoren, Gegenmaßnahmen und sicheren Datennetzen. Die Telekom wiederum, vertreten durch Tim Höttges, sieht ihre Stärken vor allem in der Cloud-Infrastruktur, bei Datenanalysen und natürlich bei allem, was mit Vernetzung zu tun hat. Gemeinsam wollen sie also Drohnenabwehr neu definieren – und sind dabei längst nicht am Ende ihrer Ambitionen. Nur, wie lückenlos das im Ernstfall funktioniert? Erfahrungsgemäß sind solche Allianzen erstmal ein Paukenschlag mit vielen Fragezeichen im Gepäck.

Rheinmetall und Deutsche Telekom richten ihren Blick auf den wachsenden Schutzbedarf deutscher Städte und Anlagen – vor allem, weil gezielte Drohnenangriffe und Sabotageversuche inzwischen zum Alltag geopolitischer Konflikte gehören. Ihre Zusammenarbeit soll ein neuartiges Schutzschild hervorbringen, das moderne Technologien wie Sensorik, Cybersicherheit und gesicherte Netzwerke miteinander kombiniert. Mit Blick in die Berichterstattung der letzten beiden Tage zeigt sich: Besonders vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung von Angriffsszenarien und der verstärkten Bedrohung kritischer Infrastrukturen setzen immer mehr Staaten auf vernetzte, multidimensionale Verteidigungskonzepte.

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