Ring frei für Reformen? Caren Miosga am 17. Mai mit Markus Söder & Gästen

München – Die Große Koalition kämpft um Einigkeit: Wie steuert die Regierung durch Wirtschaftskrisen und Reformstau? Caren Miosga fragt Markus Söder – verspricht die Debatte etwas mehr Klarheit?

heute 13:38 Uhr | 2 mal gelesen

Da steht die Bundesregierung also, ein Jahr nach dem Neustart. Immer noch kommen die Reformen nur schleppend voran – irgendwie klingt das schon fast wie ein Running Gag. Energiekosten drücken vor allem den Mittelstand, Bürokratieabbau? Bisher reines Papier. Auch die geplanten Steuererleichterungen scheinen festzustecken, und die Stimmung im Land ist entsprechend gereizt. Laut ARD-DeutschlandTrend glauben satte 71 Prozent nicht daran, dass diese Regierung das Wirtschaftswachstum überhaupt ankurbeln kann. Was läuft schief, woran hakt’s, und wer muss sich bewegen? Darüber wird am Sonntag bei Caren Miosga gestritten, unter anderem mit Markus Söder (CSU), der Unternehmerin Melanie Baum und Gordon Repinski von POLITICO Deutschland. Wird’s ein Durchbruch oder bleibt alles beim Alten? Wer die Verantwortung trägt und welche Auswege diskutiert werden, das bleibt spannend.

Die schwarz-rote Regierung bleibt nach einem Jahr von vielen als wenig handlungsfähig wahrgenommen – die erhofften wirtschaftlichen Reformen lassen auf sich warten. Politische Verantwortung wird an verschiedenen Stellen gesucht: Uneinigkeit über Prioritäten, Interessenkonflikte im Koalitionsvertrag und bremsende Prozesse im Bundestag verzögern entscheidende Vorhaben wie die Steuerreform und den Bürokratieabbau. Hinzu kommt, dass aktuelle Umfragen das Vertrauen der Bevölkerung in die wirtschaftlichen Kompetenzen der Koalition schwinden lassen, was den politischen Druck weiter verschärft. Neue Entwicklungen zeigen, dass die Diskussion um eine Anpassung der Strompreise und eine Reform der Unternehmensbesteuerung zuletzt Fahrt aufgenommen hat, nachdem mehrere Wirtschaftsverbände öffentlich alarmiert hatten. Auffällig ist aber weiterhin ein Mangel an Tempo, den auch Vertreter aus dem Mittelstand zunehmend beklagen.

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