Schwere Vorwürfe der Linken: Regierung soll bei Heizgesetz versagt haben

Violetta Bock von der Linksfraktion kritisiert das Handeln der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem beschlossenen Heizgesetz scharf.

heute 13:36 Uhr | 2 mal gelesen

Auslöser der aktuellen Debatte ist die Ablehnung eines Eilantrages gegen das umstrittene 'Heizungsgesetz' durch das Bundesverfassungsgericht. Die Bundestagsabgeordnete Violetta Bock, die diesen Antrag in Karlsruhe eingereicht hatte, äußerte gegenüber der 'Rheinischen Post': 'Auch wenn das oberste Gericht den Eilantrag nicht angenommen hat, bleibt das politische Versagen der Bundesregierung stehen – der Vertrauensschaden ist enorm.' Sie wirft der Ampelkoalition vor, das Heizungsgesetz viel zu hastig durch den Bundestag gejagt zu haben und dabei entscheidende Fragen, etwa zu den echten Klimafolgen oder praxistauglichen Alternativen zur Gasheizung, einfach ausgespart zu haben. 'Nur weil ein juristisches Verfahren abgewiesen wird, wird aus einem mangelhaften Gesetz kein gesellschaftlicher Gewinn', verdeutlicht Bock. Ihrer Ansicht nach sei die Auseinandersetzung um das Gesetz längst nicht abgeschlossen. Die Linke bleibe am Ball und will auf eine sozial gerechte, klimaverträgliche und finanzierbare Wärmewende drängen – auch wenn der Weg unbequem bleibt.

Der Streit um das neue Gebäudeenergiegesetz (Heizungsgesetz) bleibt mit hoher politischer Sprengkraft bestehen. Die Linken-Abgeordnete Violetta Bock warnt, es sei 'unverantwortlich', ein so bedeutendes Gesetz im Schnellverfahren zu verabschieden, ohne echte Alternativen für Bürgerinnen und Bürger zu bieten oder auf die sozialen Folgen überzeugend einzugehen. Trotz der Ablehnung des Eilantrags gegen das Gesetz (auch kurz GEG) sehen viele Experten, Sozialverbände und Umweltgruppen noch erheblichen Verbesserungsbedarf beim Gesetz – sie kritisieren insbesondere die Umsetzung in der Praxis, drohende Kostensteigerungen und fehlende Unterstützung für einkommensschwache Haushalte. Zudem berichten mehrere Medien aktuell, dass der politische Druck auf die Regierung zunimmt: Die Diskussionen um finanzielle Förderungen, Fristenverlängerungen und die soziale Flankierung der Wärmewende halten unvermindert an. Laut Recherchen von taz und FAZ fordern viele Akteure Nachbesserungen, mehr Transparenz und eine offenere Debatte über wirksame Konzepte, wie die Klimaschutzziele mit gesellschaftlichem Ausgleich besser erreicht werden können.

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