SevenVentures baut Engagement beim Mobilitäts-Startup FINN aus

Unterföhring – Über einen Media-for-Equity-Deal investiert SevenVentures, die Investmenteinheit der ProSiebenSat.1 Media SE, in das Münchner Unternehmen FINN. Das Investment, das Werbeleistungen im Wert von mehreren zehn Millionen Euro umfasst, soll dem Mobilitätsanbieter weiteren Schub verleihen und seine Sichtbarkeit kräftig steigern.

heute 10:49 Uhr | 2 mal gelesen

In der jüngsten Series-D-Finanzierungsrunde sammelt das Mobilitäts-Startup FINN rund 100 Millionen Euro neues Eigenkapital ein – und überschreitet damit, mit einer Bewertung von über einer Milliarde Euro, die Schwelle zum Unicorn. SevenVentures, bekannt für seine Unterstützung in Markenaufbau und Wachstum, setzt auf FINN als zukunftsträchtiges Modell im Bereich flexibler Auto-Abonnements. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung 2019 den Markt für digitale Auto-Abos neu aufgemischt: Über 300 Millionen Euro Jahresumsatz, ein breit geschnürtes All-inclusive-Angebot und eine Buchung, die ganz ohne Papierkram online läuft. Versicherungen, Steuern und Wartung? Alles bereits im monatlichen Fixpreis drin – das spricht insbesondere Menschen an, die sich nicht mit dem klassischen Autokauf oder -leasing herumschlagen wollen. Die aktuelle Investitionsrunde, angeführt von Portage, vereint fast 100 Millionen Euro Eigenkapital mit weiteren 40 Millionen Euro Fremdfinanzierung von BC Partners Credit und Runway Growth Capital. Mehr als nur eine Finanzspritze: Die Partnerschaft zwischen SevenVentures und FINN verknüpft gezielt Medienpower mit dem Ziel, das Geschäftsmodell auch im Massenmarkt zu verankern. Die Werbereichweite und Expertise der ProSiebenSat.1-Gruppe wird genutzt, um FINN zur führenden Plattform für moderne Mobilität in Europa heranwachsen zu lassen. SevenVentures-Chef Florian Hirschberger sieht die eigene Rolle dabei als Wegbereiter für Vertrauensbildung und Kundenbindung – gerade, wenn es um Dienstleistungen geht, bei denen Menschen erst noch überzeugt werden müssen. FINN-Mitgründer Max Wühr betont, mit der neuen Finanzierung könne das Team die Vision noch entschlossener verfolgen: unkomplizierte, digitale Mobilität für alle. Nicht zuletzt hat sich seit 2024 eine enge Medienpartnerschaft zwischen den Unternehmen etabliert. Übrigens: SevenVentures bringt über 15 Jahre Branchenerfahrung als Media-for-Equity-Pionier mit und hilft Startups dabei, nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger zu wachsen.

FINN hat sich als Innovationsmotor im Bereich Auto-Abonnements in Deutschland etabliert und setzt mit seinen All-inclusive-Paketen verstärkt auf Nutzerfreundlichkeit und digitale Dienstleistungen. Durch das Media-for-Equity-Investment von SevenVentures werden nun neue Zielgruppen angesprochen, während das Unternehmen weitere Märkte anpeilt und seine Reichweite insbesondere im TV-Segment ausbaut. Laut aktuellen Branchenmeldungen gibt es in Deutschland einen Trend zu flexiblen Mobilitätsangeboten – dabei setzen nicht nur Startups wie FINN, sondern auch große Automobilhersteller verstärkt auf Auto-Abos, um jüngere, digital affine Kundengruppen für sich zu gewinnen. Medienplattformen wie ProSiebenSat.1 setzen ihrerseits zunehmend auf Beteilungsmodelle, bei denen Werbeflächen gegen Firmenanteile getauscht werden – ein Konzept, das sich laut Analysten als Motor für Innovation und Wachstum im digitalen Konsumgütermarkt erweist. Die Diversifizierung großangelegter Investments in Startups belegt eine gewisse Skepsis gegenüber übertraditionellen Finanzierungsformen – und gibt disruptiven Geschäftsmodellen wie FINN neuen Raum. Weitere aufgefundene Informationen (Stand: Juni 2024): Der Mobilitätsmarkt in Deutschland erlebt weiterhin einen Innovationsschub. FINN expandiert derzeit aktiv nach Österreich und plant, mittelfristig nach Frankreich und Italien zu gehen. Die Nachfrage nach flexiblen, digitalen Mobilitätslösungen wächst – nicht zuletzt, weil Verbraucher auf Nachhaltigkeit und Kostenkontrolle achten. Auch die Konkurrenz schläft nicht: Sixt, VW und auch mehrere internationale Anbieter investieren verstärkt in die Digitalisierung ihrer Dienste. Branchenexperten diskutieren, ob TV-basierte Werbeinvestments in Zeiten sozialer Medien noch effektiv sind. Die Erfahrungen von SevenVentures und ProSiebenSat.1 zeigen: Gerade bei Alltagsdienstleistungen, die Vertrauen und breite Sichtbarkeit brauchen, funktioniert die Kombination aus TV und Online fortlaufend gut. Das Modell Media-for-Equity, ursprünglich eher als Ausweg für klamme Start-ups belächelt, hat sich als cleverer Hebel für nachhaltiges Wachstum etabliert.

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