Heißer Belag oder aufgeheizte Pflastersteine machen nicht nur Zweibeinern zu schaffen. Wenn ein Hund unterwegs verdächtig auf den Pfoten tänzelt, sich über die Ballen leckt oder plötzlich humpelt, könnte er sich schlichtweg die Füße verbrannt haben. In solchen Fällen: nicht lange fackeln – Tierarzt aufsuchen. Generell gilt: Wem der Untergrund selbst zu heiß ist, sollte dem eigenen Hund keinen Schritt darauf zutrauen. Besonders knifflig: Hunde können (anders als wir) nicht schwitzen und sind deshalb auf gekonnte Schattensuche und ausreichend Wasser angewiesen. Mitten am Tag wird jeder Spaziergang eher zur Qual; irgendwann fragt man sich, warum der Hund so träge ist oder dauerhechelt. Übrigens, es gibt tatsächlich Pools und Kühlmatten für Vierbeiner – kurios, aber sinnvoll.
Käfigtiere, Kleinsäuger oder Vögel trifft die Hitze ebenso: Gehege und Volieren gehören niemals in die pralle Sonne oder dicht vors Fenster. Ventilatoren und Klimageräte bringen nur dann was, wenn sie nicht direkt auf die Tiere „blasen“. Und – erstaunlich, aber wahr – feuchte Handtücher kühlen nur, wenn sie das Gehege nicht wie eine Tüte abriegeln, sonst droht auch noch Hitzestau.
Wie das Abkühlen bei Vögeln aussieht? Manche planschen regelrecht in Wasserschalen, andere machen es sich an feuchten Salatblättern bequem. Trinkwasser bitte mehrmals täglich wechseln, dazu ein wenig Sprühnebel – aber in Maßen und auf Distanz. Bei offenen Schnäbeln oder weit abgespreizten Flügeln ist spätestens jetzt tierärztlicher Rat gefragt. Genauso bei Kleinsäugern: Kaninchen oder Meerschweinchen schwitzen nicht, denen hilft nur Rückzug ins Kühle und frisches Wasser. Eiskaltes Überschütten? Auf keinen Fall! Auch Futterreste bitte öfter entsorgen – was schnell verdirbt, tut dem ohnehin gestressten Tier gar nicht gut. Liegt ein Tier völlig apathisch oder krampft gar, handelt es sich um einen Notfall. Dann lieber einmal öfter helfen (und den Tierarzt fragen) als zu spät handeln.
Kurzum: Immer einen kühlen Kopf bewahren, Schatten anbieten und frisches Wasser bereitstellen. Dann kommen alle gemeinsam gut durch den Sommer. Übrigens: Noch mehr Details oder Bilder gibt’s beim ZZF selbst.
Extreme Temperaturen werden in Deutschland immer häufiger, wie aktuelle Wetterdaten belegen. Besonders gefährdet sind Haustiere, da sie häufig auf die Hilfe ihrer Menschen angewiesen sind, wenn es um Hitzeprävention und Erste Hilfe geht. Im Vergleich zu Vorjahren berichten Tierschutzvereine inzwischen vermehrt von Hitzschlägen bei Heimtieren, weil Tierhalter Warnhinweise unterschätzen oder zu spät reagieren. Aktuelle Meldungen und Analysen bestätigen: Die Zahl der Rettungseinsätze wegen kollabierter oder überhitzter Hunde steigt vor allem in Ballungsräumen. Gleichzeitig haben große deutsche Städte in diesem Jahr Initiativen gestartet, um Aufklärungsarbeit zu leisten – vom kostenlosen Trinkwasserangebot für Tiere bis hin zu öffentlichen Informationskampagnen z. B. durch Tierärztekammern. Der Deutsche Wetterdienst warnt zudem, dass Hitzewellen in den Sommermonaten häufiger und intensiver auftreten könnten, was eine Anpassung des Verhaltens bei der Heimtierhaltung noch dringender macht.