Vor mehr als anderthalb Jahrzehnten begann Skechers mit der Entwicklung von Sportschuhen – damals wohl kaum ahnend, dass Athleten aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Basketball oder Padel den Schritt in diese Schuhe wagen würden. David Weinberg, einer der Chefs bei Skechers, sieht die neue Zusammenarbeit als spannende Ergänzung: Je mehr Sportarten, desto näher rückt man quasi an die Vielseitigkeit des menschlichen Körpers heran. Also, wenn die FIL anklopft – warum nicht Rodler aufs nächste Komfort-Level bringen? Auch Präsident Fogelis von der FIL freut sich offen über den neuen, globalen Partner: Das bringt den Sport ein ganzes Stück näher an die breite Öffentlichkeit.
Insbesondere große Events wie der EBERSPÄCHER Weltcup in Oberhof bieten in naher Zukunft die Bühne: Hier treten alle teilnehmenden Athletinnen und Athleten erstmals in Skechers-Rodelschuhen an, und ab der übernächsten Saison bekommen die Schuhe sogar Exklusivrechte bei allen wichtigen Wettkämpfen im Erwachsenenbereich. Besonders interessant ist, dass bei Olympia 2026 ausnahmslos alle qualifizierten Rodlerinnen und Rodler mit Skechers-Schuhen ausgerüstet werden. Es gibt Stimmen, die hinterfragen, wie dieser Alleingang mit den Prinzipien des Fairplay vereinbar bleibt, aber Innovation und Sicherheit stehen laut FIL weiter im Zentrum.
Ein paar Hintergrundinfos zu Skechers: Die Marke, oft als "The Comfort Technology Company" gefeiert, verkauft inzwischen in über 180 Ländern und betreibt tausende Filialen. Wer mag, kann sich auch online selbst schlau machen oder einen Blick auf die sozialen Kanäle werfen – wenn Social Media nicht doch ohnehin den Alltag schon durchdringt. Fun Fact am Rande: Skechers hat seinen Hauptsitz im angenehm warmen Südkalifornien – der Kontrast zu eiskalten Rodelbahnsituationen könnte kaum größer sein.
Die noch junge Partnerschaft zwischen Skechers und dem Internationalen Rodelverband FIL steht exemplarisch für die wachsende Schnittmenge von Sport, Innovation und Markeninszenierung. Während Skechers künftig die offiziellen Rodelschuhe liefert, betont die FIL sowohl technologische Weiterentwicklung als auch den Fokus auf Sicherheit für Athletinnen und Athleten. Es bleibt allerdings die offene Frage, wie sich die Exklusivität auf Chancengleichheit und mögliche Konkurrenten auswirkt; gerade im olympischen Kontext ist die Monopolstellung eines Ausrüsters durchaus diskussionswürdig. Zusätzlich zu den hier beschriebenen Entwicklungen sieht man in aktuellen Medienberichten – etwa bei Der Spiegel oder Zeit Online –, dass Sponsoring im Profisport weiter verstärkt für strategisches Markenwachstum genutzt wird. Außerdem ist zu beobachten, dass sich Schuhhersteller wie Skechers und Nike zunehmend als Komplettausstatter begreifen und verstärkten Einfluss auf Materialien, Sicherheit und Performance nehmen. In der Debatte um Monopole im Bereich der Sportausrüstung – beispielsweise bei Leichtathletik oder Fußball – werden regelmäßig die Auswirkungen von Einzelausrüstern auf Chancengleichheit und Innovationstempo kontrovers diskutiert. Letztlich bleibt die Partnerschaft FIL–Skechers jedoch ein Paradebeispiel für die Dynamik, die der Spitzensport aktuell erlebt.