Sonne, Strand – und Ersparnis? Südeuropa bleibt Preis-Leistungs-Tipp für Reisende aus Deutschland

Im Vergleich zu Deutschland schont der Urlaub in vielen südeuropäischen Ländern weiterhin die Urlaubskasse – teilweise sogar beträchtlich.

heute 08:34 Uhr | 4 mal gelesen

Es gibt überraschende Neuigkeiten aus dem Statistischen Bundesamt, die vermutlich so manchen Reiselustigen neugierig auf die nächste Buchung machen: Wer in diesem Jahr eine Auszeit in Europas Süden plant, landet in Sachen Ausgaben für Hotels und Restaurantbesuche tatsächlich meist auf der Sonnenseite – zumindest finanziell. Extrem günstig kommt man etwa in Nordmazedonien davon (Preisniveau 52 Prozent niedriger als in Deutschland), dicht gefolgt von Bulgarien (-47 Prozent). Hier fühlt sich das Bezahlen fast an wie ein Relikt aus alten Tagen – halb so teuer, halber Stress?Auch Montenegro (-39%), Portugal (-30%) und selbst Spanien (-22%) sind aus deutscher Sicht noch ziemliche Schnäppchen; ganz ehrlich, wer hätte Portugal günstiger erwartet als so manches Nachbarland? Malta, Zypern und Griechenland liegen – je nach persönlichem Empfinden – mit 18 bis 20 Prozent unter dem deutschen Schnitt immer noch angenehm im Rahmen.Von den südeuropäischen Ländern bleiben am oberen Ende Kroatien und Italien: Doch auch hier geben Restaurant-Rechnungen und Hotelrechnungen neun bzw. zwei Prozent weniger Anlass zum Stirnrunzeln als zuhause. Wer also ein wenig mediterrane Gelassenheit tanken möchte, zahlt auch dafür meist weniger als im eigenen Land.Wer lieber ins benachbarte Ausland fährt, erlebt ein klein wenig das Gegenteil: In Tschechien zahlt man für Hotellerie und Essen 30 Prozent weniger, in Polen zwölf Prozent weniger – schneller mal zum Nachbarn rüber, sozusagen. Frankreich hält sich zurück mit vier Prozent Differenz. Allerdings gibt es die Kehrseite: In Österreich wird’s minimal teurer (ein Prozent), in Belgien und den Niederlanden sogar deutlich (13 bzw. 14 Prozent).Richtig ins Geld geht’s unterm Nordstern: Dänemark (+29%), Schweiz (+49%), Finnland (+10%), Schweden (+12%), Norwegen (+34%) – und Island, das mit satten 49 Prozent Aufpreis im europäischen Vergleich den Vogel abschießt. Nicht alles, was weiter im Norden idyllisch wirkt, hinterlässt ein ebenso sonniges Plus auf dem Konto. So viel zur Reisekasse.

Im Großen und Ganzen bleibt Südeuropa in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis ein Lieblingsziel für preisbewusste deutsche Reisende – insbesondere, wenn man Essengehen und Übernachtungen vergleicht. Die Daten zeigen eindrücklich, dass in Ländern wie Nordmazedonien, Bulgarien, Montenegro und Portugal das Urlaubsbudget um ein Vielfaches effektiver eingesetzt werden kann als daheim. Selbst Klassiker wie Spanien, Griechenland und Italien verleihen dem Begriff 'erschwinglich' aus deutscher Sicht noch eine spürbar sympathische Note. Inzwischen berichten auch Branchen-Insider davon, dass gerade aufgrund der weiterhin hohen Preisunterschiede viele Buchungen nach Südeuropa gehen und kleinere Anbieter sowie lokale Gastgewerbe in Destinationen wie Montenegro oder Portugal einen spürbaren Aufschwung erleben. Laut aktuellen Medienberichten schrauben einige Ferienregionen in Südeuropa für den kommenden Sommer sogar bewusst ihre Preise nicht weiter nach oben, um preissensible Touristen aus Deutschland und Nordeuropa nicht an die Mittelmeerkonkurrenz zu verlieren. Insbesondere Airbnb-Unterkünfte und unabhängige Hotels boomen, da viele Urlauber nicht nur aufs Geld, sondern auch auf individuelle Erlebnisse achten.

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