Ob Butter oder Strom – das tägliche Leben wird für viele Menschen immer teurer. Die Last drückt besonders die, die sowieso schon aufs Geld schauen müssen: Wer einen kleinen oder mittleren Lohn bezieht, merkt die gestiegenen Kosten bei jedem Einkauf und auch am Monatsende, wenn der Blick aufs Konto fällt. Hinzu kommt noch, dass Mobilität – also der Weg zur Arbeit, zum Arzt oder einfach zur Familie – immer mehr zum Luxus wird. Da bleibt eigentlich wenig Spielraum, um auf Unterstützung zu verzichten. Deshalb fordert der SoVD vehement ein deutschlandweit einsetzbares Sozialticket und zudem mehr Investitionen in einen wirklich zuverlässigen, für alle zugänglichen Nahverkehr. Engelmeier unterstreicht dabei, dass ältere Menschen oft besonders vergessen werden, was eigentlich kaum nachvollziehbar ist. Über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner – sie alle haben steigende Ausgaben, aber selten steigende Einnahmen. Die Chance auf eine steuerfreie Prämie von 1.000 Euro ist für sie und viele andere nun erstmal geplatzt, weil der Bundesrat den schon im Bundestag angenommenen Plan überraschend auf Eis gelegt hat.
Der Streit um die Entlastungsprämie zeigt, wie rasant die Lebenshaltungskosten in Deutschland gestiegen sind – und dass konkrete Unterstützung bei vielen kaum ankommt. Der SoVD bemängelt nicht nur das Scheitern der Prämie, sondern kritisiert generell fehlende soziale Ausgleichsmaßnahmen und fordert Investitionen in bezahlbare Mobilität sowie eine stärkere Berücksichtigung von Rentner*innen. Nach aktueller Recherche in Medien und bei politischen Stimmen zeigt sich, dass viele Unternehmen angeben, sich die Prämienzahlung momentan schlicht nicht leisten zu können – die wirtschaftliche Lage ist fragil. Außerdem berichteten verschiedene Tageszeitungen über einen breiten politischen Streit: Während manche Politiker die Prämie für unsozial halten, sehen andere sie als einen wichtigen Baustein im Kampf gegen Inflation und Kaufkraftverlust. Immerhin wird in neuen Diskussionen darüber nachgedacht, wie mit alternativen Maßnahmen die schwächsten Gruppen gezielter unterstützt werden können.