Wirtschaft liefert – Politik kann anschalten
Es ist fast schon erfrischend anders als das übliche Spiel: Unternehmen, gerade aus Nordrhein-Westfalen und speziell aus dem Ruhrgebiet, stellen realisierte Projekte in den Mittelpunkt, keine reinen Wunschzettel. In ihrem Papier "Modellprojekte für Deutschland" bieten sie 15 bereits funktionierende Vorhaben an, die den aktuellen Koalitionsvertrag praktisch ergänzen. Die Bandbreite reicht von Energieerzeugung über digitales Infrastrukturmanagement bis in die Medizin. Zu jedem Projekt gibt’s nicht nur einen Erfolgsnachweis, sondern auch eine konkrete Anleitung zur Übertragung auf andere Regionen, komplett mit Skalierungsstrategien. Nun, so scheint es, liegt der Ball im Feld der Bundesregierung.
Das Revier als Innovationsmotor – und Testfeld
Eigentlich steht das Ruhrgebiet schon lange für Wandel – jetzt aber auch für echte Blaupausen. EDGITAL von Hochtief etwa überwacht tausende Straßenkilometer digital, schon im großflächigen Einsatz. Der Ammoniak-Cracker von Uniper und thyssenkrupp Uhde produziert täglich mehrere Tonnen Wasserstoff, was als Einstieg für einen noch viel größeren Ausbau in Wilhelmshaven gilt. Die Beteiligten warnen aber auch: Ohne zügigere Planung und kluge Regeln verliert Deutschland den Anschluss an die internationale Dynamik. Das zeigen die Projekte ebenso deutlich.
Vom Jammern zum Machen
Guido Kerkhoff, Sprecher des Initiativkreises Ruhr und Chef von Klöckner & Co, bringt es auf den Punkt: "Wir wollen beitragen, nicht lamentieren." Das Ruhrgebiet, geprägt durch ständigen Wandel und harte Strukturbrüche, bringt sich gezielt ein. Schon viele Antworten auf die Herausforderungen des Wandels stammen aus dieser Region. Die Kooperation mit der Politik ist nun gefragt.
Hochtief, Evonik, RWE, Steag Iqony, Klöckner & Co, Duisport und weitere Partner ziehen gemeinsam an einem Strang. Ihr gemeinsamer Tenor: Nur zusammen mit der Politik lassen sich die Mammutaufgaben im Land meistern.
Auch Bundesministerin Katherina Reiche lobt: NRW bleibe der Ort für transformationserprobte Lösungen und echten Erfindergeist. Hier werde "nicht gejammert, sondern gemacht" – ein Vorbild für die Wirtschaft im ganzen Land.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst geht noch weiter: Die Region lebe gelungene Transformation, von innovativen Kraftwerken über neue Pflegekonzepte bis zu digitaler Verwaltung. Das Land fördert die Initiativen mit mehr Finanzhilfen und Abbau von Bürokratie – Ziel ist, die Erfolgsmodelle schnell deutschlandweit verfügbar zu machen. Schon jetzt bietet das zentrale Förderportal "Nordrhein-Westfalen fördert" mit weit über hundert Programmen konkrete Hilfen für Projekte und Unternehmen.
Wenn’s im Ruhrgebiet klappt, kann's überall funktionieren
Mit 18 Millionen Einwohnern ist NRW das Herz der Wirtschaft. Das dicht besiedelte Ruhrgebiet – mehr als 5 Millionen Menschen – steht dabei als kraftvoller Impulsgeber und Spiegel für Deutschlands Zukunftsfähigkeit da. Optimismus ist da, dass Erfolge aus dem Revier Impulse für das ganze Land setzen.
Beteiligte Unternehmen:
Accenture, Contilia, Bryck Startup Alliance, Duisport, Evonik, Hochtief, Klöckner & Co, LEG, Materna, RWE, Steag Iqony Group, Thyssenkrupp Uhde, TÜV Nord Group, Uniper, Universitätsmedizin Essen
Kontakt: Katja Mazurek, Kommunikationschefin, Initiativkreis Ruhr (mazurek@i-r.de)
Ursprung: Initiativkreis Ruhr GmbH via news aktuell (Quelle)
Die gemeinsame Übergabe des Positionspapiers durch den Initiativkreis Ruhr und NRW-Ministerpräsident Wüst an die Bundesregierung hebt praktische, skalierbare Innovationsprojekte aus dem Ruhrgebiet hervor – von Wasserstofftechnologien über digitale Infrastruktur bis zu KI-Medizin. Neuere Recherchen zeigen, dass das Thema Transformation in deutschen Industrieregionen weiter an Fahrt gewinnt: So berichtet die FAZ, dass die Bundesregierung angekündigt hat, Innovationen aus NRW gezielt in künftige Fördertöpfe einzubinden, um sie zügiger in andere Bundesländer zu übertragen (Quelle: www.faz.net). Die Süddeutsche Zeigt zudem, dass gerade im Bereich Wasserstoff und nachhaltiger Bauwirtschaft Modellregionen wie das Ruhrgebiet als Blaupause für ganz Deutschland dienen; hierbei werden auch neue Verfahren zur Bürgerbeteiligung und beschleunigten Genehmigung diskutiert (Quelle: www.sueddeutsche.de). Auch auf internationaler Ebene werden die Ansätze registriert: Die Plattform 'The Local' berichtet, dass europäische Metropolregionen zunehmend auf deutsche Modellprojekte und deren Government-Business-Kooperationen schauen, um eigene Pilotprojekte zu entwickeln (Quelle: www.thelocal.de). Insgesamt unterstreicht die Debatte: Projekte aus NRW sind zunehmend Motor für politische und wirtschaftliche Neujustierung der gesamten deutschen Innovationslandschaft.