SPD begrüßt: Deutschland könnte 2042 erneut Gastgeber einer Fußball-WM werden

Nicht nur die Union, auch die SPD gibt grünes Licht für eine mögliche Bewerbung Deutschlands um die Fußball-Weltmeisterschaft 2042. Erinnerungen an das Sommermärchen 2006 mischen sich mit aktuellen EM-Erlebnissen – frischer Rückenwind für die Idee.

heute 11:17 Uhr | 4 mal gelesen

Nun also doch Rückenwind aus der SPD-Spitze: Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer, ließ gegenüber der 'Rheinischen Post' wissen, dass seine Partei einer erneuten WM-Bewerbung Deutschlands 'voll und ganz' den Daumen drückt. Verständlich eigentlich – in einem Land, in dem Fußballregel-Diskussionen in jeder Kneipe wohl lauter geführt werden als politische Debatten. Wiese schwelgte gleich ein bisschen in Erinnerung: Als 2006 das Sommermärchen tobte, war 'die Welt zu Gast bei Freunden' und ein buntes, offenes Deutschland zeigte sich als Gastgeber von seiner besten Seite. Ähnliche Töne finde man auch nach der EM 2024, die für Wiese, wie für viele, ein neuerlicher Beweis sei, dass der Fußball hier eben mehr ist als bloß ein Sport. Abseits der Nostalgie hat die CDU offenbar schon Nägel mit Köpfen gemacht: Sie plant Anfang nächsten Jahres beim Bundesparteitag in Stuttgart, formell einen Antrag für die Männer-WM 2042 zu stellen. Die überparteiliche Begeisterung wirkt zwar ein wenig wie ein Déjà-vu, aber warum auch nicht – so ein Mega-Event kann ja auch dazu beitragen, ein neues Kapitel zu schreiben. Und Fragen über Nachhaltigkeit, Diversität und Ticketpreise kommen gewiss noch im Kleingedruckten. Erstaunlich im Übrigen, dass der politische Fußballflirt so einvernehmlich abläuft – fast wie beim Torjubel ohne Videobeweis.

Die SPD schließt sich dem Vorstoß der CDU an und unterstützt eine erneute Bewerbung Deutschlands um die Gastgeberrolle bei der Fußball-WM 2042. Dirk Wiese betont dabei die große Fußballtradition des Landes und verweist auf den Erfolg früherer Turniere wie der Weltmeisterschaft 2006 und der EM 2024. Inzwischen wird auch über mögliche Herausforderungen diskutiert, etwa hinsichtlich Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Integration und der Rolle des Fußball-Marketings. Neuere Stimmen aus Medien und Politik fordern Transparenz im Bewerbungsprozess und betonen die Notwendigkeit, ökologische und soziale Standards bei einer möglichen Ausrichtung zu berücksichtigen. Internationale Beispiele wie die Planung der WM 2026 in den USA/Mexiko/Kanada und die Umsetzung der EM 2024 bieten wichtige Vergleichspunkte, etwa im Umgang mit Infrastruktur, Sicherheit und politischer Teilhabe. Gerade mit Blick auf den internationalen Fußballbetrieb verschärfen sich die Diskussionen um Menschenrechte und Klimaschutz, die auch bei einer deutschen Bewerbung künftig eine noch größere Rolle spielen könnten.

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