SPD deutlich abgeschlagen bei Wahl in Mainz – Schweitzer signalisiert Annäherung an CDU

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz entwickelt sich laut aktuellen Prognosen zu einem Tiefpunkt für die SPD. Mit nur 26,2 Prozent erzielen die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Landesergebnis – gegen den CDU-Erfolg bleibt ihnen nur noch die Suche nach Kompromissen.

heute 20:00 Uhr | 3 mal gelesen

Das politische Gefüge in Rheinland-Pfalz gerät durch die neuesten Wahlergebnisse ordentlich ins Wanken. Nach aktuellen Hochrechnungen liegt die CDU mit durchschnittlich 30,8 Prozent vor der SPD, die erstmals einen historischen Tiefstand von 26,2 Prozent verbucht. Schon jetzt ist klar: Durch die bisherigen Aussagen bleibt die Regierungsbildung spannend – aller Voraussicht nach wird es auf eine Große Koalition hinauslaufen, angeführt von Gordon Schnieder (CDU). Der amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat die Niederlage bereits eingeräumt und zeigte sich nachdenklich: 'Es hat einfach nicht gereicht, aber wir nehmen die Verantwortung an und werden eine anständige Regierung stellen – das erwarten die Leute von uns.' Bemerkenswert: Die AfD erreicht mit einem Zuwachs und satten 20 Prozent Platz drei – ein Ergebnis, das viele überraschen dürfte und das politische Klima weiter anheizen könnte. Die Grünen, bislang Teil der Ampel, fallen hingegen auf 8,1 Prozent zurück. Für FDP (2,2 Prozent), Freie Wähler (4,0 Prozent) und Die Linke (4,4 Prozent) wird es künftig keinen Platz im Landtag geben – sie verpassen die Fünf-Prozent-Hürde. Sonstige Parteien zusammen stehen bei etwa 4,6 Prozent. Das politische Bild in Mainz und ganz Rheinland-Pfalz wirkt damit auf den ersten Blick wie durcheinandergewürfelt – fast schon als hätte man den Koalitionswürfel geschüttelt und gewartet, welche Farben obenauf liegen.

Die SPD erleidet bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz eine historische Niederlage und landet mit etwa 26,2 Prozent auf dem bisher schlechtesten Landesergebnis. Die CDU führt klar mit rund 30,8 Prozent und die AfD verdoppelt ihr Ergebnis auf 20 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 64 Prozent – das politische Gefüge verschiebt sich merklich nach rechts, und über mögliche Regierungsbündnisse wird bereits spekuliert. Interessant ist, dass die Grünen deutlich Federn lassen mussten und für FDP, Freie Wähler und Linke das parlamentarische Aus eingeläutet wurde. In den letzten 48 Stunden wurde häufig berichtet, dass parteiinterne Debatten und die bundespolitische Stimmung großen Einfluss auf das Landesergebnis hatten. Die Konsequenzen aus dieser Wahl dürften auch den Diskurs auf Bundesebene in der SPD und CDU beeinflussen.

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