SPD fordert Direkthilfen bei Spritpreisschock für Geringverdiener

Angesichts steigender Spritpreise beharrt der SPD-Wirtschaftsexperte Sebastian Roloff nicht nur auf eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, sondern dringt auch auf rasche Direktzahlungen an einkommensschwächere Haushalte. 'Die Menschen brauchen jetzt Unterstützung', betont er auf dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise.

heute 00:02 Uhr | 3 mal gelesen

Das Thema Spritpreise entwickelt sich für viele Menschen zum echten Nervenkitzel – insbesondere jene, die ohnehin mit jedem Cent rechnen müssen. Sebastian Roloff, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, findet deutliche Worte: Eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne sei unerlässlich, vor allem angesichts der gestiegenen Profite durch die aktuelle geopolitische Lage, wie etwa dem andauernden Konflikt im Iran. Anstatt – oder zusätzlich zu – einer erhöhten Pendlerpauschale, forciert Roloff Direktzahlungen: 'Die Leute können nicht warten, bis die nächste Steuererklärung ins Haus flattert', so sein nüchternes Fazit. In erstaunlicher Offenheit fordert er die Union dazu auf, Position zu beziehen und das komplizierte Procedere für gezielte Soforthilfen nicht länger zu blockieren. Die bisher von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungen greifen seiner Ansicht nach zu kurz. Noch eine weitere, fast schon ketzerisch klingende Überlegung bringt Roloff ins Spiel: Die Vormachtstellung der Mineralölkonzerne müsse aufgebrochen werden; es könne nicht sein, dass ein paar wenige Unternehmen die gesamte Produktions- und Vertriebskette – vom Bohrloch bis zur Zapfsäule – kontrollieren und so ungehindert Gewinne abschöpfen. Klingt nach klassischer SPD – und nach einer ziemlich dringenden Diskussion.

Die SPD fordert angesichts der hohen Kraftstoffpreise schnelle Hilfen für jene, die besonders von der Teuerung betroffen sind – vor allem durch Direktzahlungen an Geringverdiener. Das Thema gewinnt angesichts weiterhin steigender Rohölpreise und unsicherer weltpolitischer Lage weiter an Relevanz, wie auch die aktuellen Debatten in anderen großen Tageszeitungen unterstreichen. Laut neuesten Recherchen stehen die Vorschläge einer Übergewinnsteuer und die Debatte um Marktregulierung im Zentrum zahlreicher Diskussionen – SPD, Gewerkschaften und Umweltverbände sehen darin einen Hebel, um die zum Teil als überzogen wahrgenommenen Gewinne der Ölunternehmen abzuschöpfen und gezielt umzuverteilen. Neue Studien und Berichte belegen, dass viele Haushalte inzwischen an ihre finanziellen Grenzen stoßen, während parallel dazu die Konzerne Rekordergebnisse erzielen. Auch regelmäßige Preissprünge an den Tankstellen, getrieben durch die unsichere Lage im Iran und andere Krisenherde, verschärfen die Situation zusätzlich. Zeitgleich werden in einigen Medien auch Klimaschutzziele und Investitionen in alternative Mobilität als wichtige, langfristige Ergänzungen der aktuellen Soforthilfen betont.

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