Ralf Stegner von der SPD schließt einen dauerhaften Bundeswehreinsatz in Grönland nicht kategorisch aus, unterstreicht aber die notwendige Sorgfalt bei Entscheidungen über Auslandseinsätze und fordert eine Abstimmung im Bundestag. Hintergrund sind die wachsenden geopolitischen Spannungen in der Arktis und die Verschärfung durch die US-amerikanischen Strafzölle auf Waren aus neun europäischen Ländern, die nach Aussagen von Stegner und anderen europäischen Politikern neue Herausforderungen für die Sicherheitspolitik Europas darstellen. Die Bundesregierung, vertreten durch Bundeskanzler Merz, sichert diplomatische Unterstützung zu, während die NATO-Staaten ihre Kooperation in der Region intensivieren und die EU parallel an Gegenmaßnahmen gegen die US-Zölle arbeitet. Erweiternd betrachtet betonen aktuelle Berichte aus der deutschen Presse die steigenden Militärinteressen verschiedener Nationen in der Arktis angesichts des Klimawandels und der freiwerdenden Ressourcen. So wird auch die Rolle Deutschlands innerhalb der NATO diskutiert, gerade im Zusammenhang mit der Stationierung von Truppen oder diplomatischen Initiativen für mehr Stabilität im Nordatlantikraum. Besonders heikel ist die Debatte vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Risiken, die neue Zölle für deutsche und europäische Unternehmen mit sich bringen könnten – die politischen Reaktionen darauf sind unterschiedlich, von defensiven Haltungen bis hin zu offenen Gegenstrategie-Vorschlägen.