Trump verlangt: Iran soll mutmaßliche Minen aus Straße von Hormus beseitigen

Donald Trump fordert den Iran via Truth Social ultimativ auf, alle eventuell gelegten Minen aus der strategisch wichtigen Wasserstraße zu entfernen. Er droht mit bislang beispiellosen militärischen Konsequenzen, sollte der Iran dem nicht umgehend nachkommen.

heute 21:56 Uhr | 2 mal gelesen

Sofern der Iran die vermuteten Minen entfernt, sieht Trump das als 'gewaltigen Fortschritt'. In seinem typischen Ton legt er nach: Die gleichen Militärmittel, die gegen Drogenkartelle genutzt werden, würden jetzt eingesetzt, um jedes Boot oder Schiff, das Minen legt, „schnell und gnadenlos“ auszuschalten. Kurz darauf verkündet er bereits, innerhalb weniger Stunden seien „zehn Minenlegerboote und -schiffe neutralisiert“ worden – weitere Angriffe seien zu erwarten. Am Rande der Aufregung: US-Energieminister Chris Wright behauptete irrtümlicherweise, die US-Marine habe einen Öltanker durch die Straße eskortiert; das wurde später vom Weißen Haus korrigiert. Dennoch reichte die Falschmeldung für einen kräftigen, aber nur kurzen Preisrutsch beim Öl.

Trumps Äußerungen zur Straße von Hormus sind Ausdruck der angespannten Lage in der Region, die sich zuletzt durch wiederholte militärische Drohgebärden und Zwischenfälle zugespitzt hatte. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen für den globalen Ölhandel – rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte passieren dieses Nadelöhr, weshalb selbst Gerüchte um eine Blockade direkt Auswirkungen auf die Märkte haben. Inzwischen gibt es Berichte über verstärkte US-Präsenz in der Region und eine erhöhte Alarmbereitschaft der iranischen Streitkräfte. Nicht selten werden dabei – wie aktuell – Desinformation oder überhastete öffentliche Aussagen zu Treibern für Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten. Auch unabhängig von konkreten militärischen Handlungen demonstriert Trumps Kommunikation einmal mehr, wie schnell Worte wirtschaftliche Schockwellen erzeugen können.

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