Der Durchschnittspreis für Super E10 kletterte auf 2,107 Euro pro Liter, das entspricht einem Plus von 3,3 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Auch der Diesel-Preis schoss weiter nach oben auf nun 2,316 Euro pro Liter – laut ADAC ein erneuter Sprung von 2,8 Cent binnen sieben Tagen. Offiziell geführt wird diese Entwicklung unter anderem auf den weiterhin brodelnden Nahostkonflikt zurück, der merklich auf die internationalen Rohölpreise durchschlägt. Was vielleicht weniger bekannt ist: Seit heute gilt das sogenannte Österreich-Modell. Kurz zusammengefasst bedeutet das, Tankstellen müssen Preiserhöhungen nun streng genommen ausschließlich einmal mittags um 12 Uhr vornehmen, Rabatte und Preisnachlässe jedoch bleiben jederzeit erlaubt. Ob das tatsächlich zu günstigeren Spritpreisen führt – oder ob die Anbieter auf andere Tricks ausweichen –, das muss sich in den kommenden Wochen erst herausstellen. Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass scheinbar verbraucherfreundliche Eingriffe am Ende ganz anders wirken als erwartet. Und kleine Unsicherheiten bleiben bis zuletzt: Viele Pendler berichten schon jetzt, dass sie ihre Fahrten bewusster planen – aber ob das auf längere Sicht eine Entlastung bringt? Man darf gespannt sein.
Vor Inkrafttreten der neuen Tankstellenregelung haben die Spritpreise in Deutschland erneut angezogen. Während Super E10 und Diesel teurer wurden, sollen Preiserhöhungen künftig nur noch einmal täglich zulässig sein – ein Verlauf, dessen Wirkung umstritten bleibt. Manche Experten befürchten, die Mineralölkonzerne könnten ihre Preise einfach auf einem höheren Niveau festsetzen und somit den eigentlichen Zweck der Regelung aushebeln. Außerdem lässt sich beobachten, dass der Spritpreisanstieg teilweise auch durch Unsicherheiten auf den Weltmärkten und die angespannte geopolitische Lage – etwa den Konflikt im Nahen Osten – angetrieben wird. Laut taz und anderen Medien spekulieren zahlreiche Verbraucher, ob es zu tageszeitlichen Preisspitzen rund um 12 Uhr kommt; Branchenvertreter hingegen verweisen darauf, dass Preissenkungen weiterhin flexibel möglich bleiben. Ergänzend warnen Verbraucherschützer davor, sich ausschließlich auf die Mittagszeit zu konzentrieren. (Recherche Stand 26.06.2024)