Stabile Entwicklung beim Getreideanbau in Deutschland

Die deutschen Landwirte planen 2026 mit einer Getreideanbaufläche von rund 6,03 Millionen Hektar – ein kleiner, aber bedeutender Zuwachs.

heute 08:29 Uhr | 2 mal gelesen

Es klingt fast unspektakulär, so eine Zahl: 6,03 Millionen Hektar Getreide werden laut der aktuellen Vorhersagen des Statistischen Bundesamtes für das Erntejahr 2026 auf deutschen Äckern stehen. Das ist ein Anstieg von etwa 1,8 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor – im Agrarsektor ist das fast schon ein kleiner Kraftakt. Kaum zu glauben, dass diese Fläche erst letztes Jahr witterungsbedingt auf ein Rekordtief abgesackt war; nun scheint sich die Lage zu stabilisieren, das Niveau von 2023 wird sogar voraussichtlich übertroffen. Wer durch das Land fährt, sieht vor allem Wintergetreide, allen voran Winterweizen, auf den Feldern, das wird 2026 nicht anders sein: Fast die Hälfte der gesamten Anbaufläche machen allein Winterweizen und Dinkel aus – konkret 2,9 Millionen Hektar. Interessant: Wintergetreide bleibt der König, mit fast 83 Prozent Anteil an der Gesamtfläche (rund 5 Millionen Hektar). Wintergerste, Roggen, Triticale – alle legen sie Flächen zu, nur die sommerlichen Getreidesorten blicken auf einen eher stagnierenden oder gar rückläufigen Trend. Körnermais wächst dennoch etwas, Sommerweizen legt ordentlich zu, dagegen verliert Sommergerste spürbar an Bedeutung. Silomais hält sich in etwa auf Vorjahresniveau. Winterraps bekommt mehr Aufmerksamkeit, steigt flächenmäßig fast fünf Prozent. Kartoffel- und Zuckerrübenanbau verlieren hingegen ziemlich deutlich an Fläche – ein Trend, der wohl auch mit den Marktpreisen und der Konkurrenz zu Importprodukten zu tun hat. Abseits der großen Player holen sich die Hülsenfrüchte allmählich ein größeres Stück vom Kuchen. Pea-protein und so – Erbsen, Ackerbohnen und Sojabohnen wachsen 2026 auf eindeutig mehr Hektar heran, zum Teil zweistellig prozentual. Nachhaltigkeit? Vielleicht auch das – schließlich werden Hülsenfrüchte neuerdings als klimafreundliche Alternative und Stickstoffsammler beworben. Mal schauen, ob sich der Trend festigt.

Die Getreideanbaufläche in Deutschland stabilisiert sich nach dem witterungsbedingten Einbruch im Jahr 2024 wieder auf ein Niveau leicht über dem von 2023. Besonders Wintergetreide gewinnt weiter an Boden, während Sommergetreide in der Bedeutung etwas zurücktritt – Ausnahme: Sommerweizen und Körnermais. Kartoffeln und Zuckerrüben verlieren Fläche, wohingegen die Hülsenfrüchte deutlich zulegen, was nicht nur Marktanreize, sondern auch den Trend zu nachhaltiger Landwirtschaft widerspiegelt. Jüngste Meldungen zeigen zudem: Angesichts instabiler Weltmärkte und Preisschwankungen nehmen heimische Betriebe gezielt Anpassungen beim Anbau vor, um wirtschaftlich flexibler zu bleiben. Auch die Trockenheit und Extremwetterlagen der letzten Jahre zwingen viele dazu, Sorten zu wählen, die besser mit wechselnden Bedingungen klarkommen – laut neuen Analysen führt das zu einer vorsichtigeren Fruchtfolgeplanung und Investitionen zum Beispiel in klimaresistentere Getreidesorten.

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