Die Kritik des DStGB an der geplanten Pflegereform dreht sich im Kern um eines: Geld. Während einige inhaltliche Verbesserungen – wie eine stärkere Einbeziehung von Daten oder die Ausrichtung auf Prävention – als Schritte in die richtige Richtung gesehen werden, bleibt das Dilemma der Finanzierung ungelöst. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt eindringlich davor, dass die Kosten für die Hilfe zur Pflege bald ausufern könnten; für das Jahr 2025 werden Mehrausgaben von etwa einer Milliarde Euro erwartet, die Kommunen geraten dadurch zunehmend unter Druck. Blick aufs aktuelle Nachrichtengeschehen: In neuen Regierungsbeschlüssen wird deutlich, dass auch der Bund und die Länder zwischen den Polen Reformwille und Finanzierbarkeit lavieren – ein Kompromiss ist nicht in Sicht. Experten fordern, die Finanzierung der Pflege müsse grundsätzlich neu gedacht werden, etwa durch eine Zusammenführung der Pflege- und Krankenversicherung oder durch eine stärkere steuerfinanzierte Absicherung. Gleichzeitig wächst in der Öffentlichkeit (nicht nur bei kommunalen Verbänden) die Sorge, dass mit jeder halbherzigen Reform ein Flickenteppich entsteht, der weder Angehörige noch Pflegefachkräfte wirklich entlastet.