Steigende Gaspreise nicht ausgeschlossen: Bundesnetzagentur sieht Risiken für Verbraucher

Deutschlands oberste Energiebehörde warnt: Gaspreise könnten für viele Haushalte wieder anziehen.

heute 00:02 Uhr | 3 mal gelesen

Also, eigentlich klingt es erstmal halb so wild – viele von uns haben Preisgarantien, die uns noch eine Weile schützen. Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, verweist darauf, dass bei neuen Verträgen mit steigenden Preisen zu rechnen sei, aber längst nicht so dramatisch wie nach dem großen Knall beim Ukraine-Krieg. Trotzdem schwingt ein gewisser Nachdruck mit, wenn er Gas als 'wertvolles Gut' bezeichnet. Ich muss zugeben, so ganz beruhigt mich das nicht. Müller empfiehlt, den Verbrauch weiterhin kritisch im Blick zu behalten. Interessant: Beim Strom sieht die Entwicklung fast gegenteilig aus – günstigere Preise, sagt er, durch wetterbedingt mehr erneuerbare Quellen. Das mit diesen negativen Preisen beim Strom ist fast paradox – zu viel Strom kann plötzlich zum Problem werden! Müller meint, mehr Speicher oder andere Vermarktungswege wären denkbar, damit das System stabil bleibt. Klingt logisch, irgendwie – oder kommt da noch der Haken?

Die Bundesnetzagentur hält steigende Gaspreise zwar für begrenzt, will aber vor zu großer Sorglosigkeit warnen. Viele Haushalte profitieren noch von Preisgarantien, Anschlussverträge dürften aber teurer ausfallen – im Gegensatz zur extremen Preisexplosion 2022 soll es aber „im Rahmen“ bleiben. Neuere Recherchen zeigen, dass geopolitische Unsicherheiten und schwankende LNG-Preise für anhaltende Nervosität sorgen; gleichzeitig steigt der Anteil erneuerbarer Energien, was beim Strom zu günstigeren Preisen und teilweise zu negativen Preisen führt. Kurios: Die Diskussion um mehr Flexibilität und Speicher für überschüssigen Ökostrom nimmt an Fahrt auf. Aktuelle Nachrichten belegen zudem, dass die Volatilität auf dem Energiemarkt weiterhin hoch bleibt. Ein Bericht auf FAZ.net besagt, dass Börsenpreise für Gas zuletzt leicht gesunken sind, Versorger aber angesichts möglicher Angebotsengpässe im Winter warnen. Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass politische Unsicherheiten und Streiks in LNG-Exportländern potenziell neue Preisspitzen verursachen könnten, während taz.de auf die steigende Zahl privater Solar-Investitionen und unsichere Netzausbauprojekte eingeht.

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