Abgrund oder Aufbruch? Die Folgen gekappter US-Hilfsgelder im Kampf gegen Aids in Nigeria und Simbabwe
Harare/Abuja – In Subsahara-Afrika sorgt der massive Rückzug amerikanischer Entwicklungsunterstützung bereits jetzt für erschütternde Lücken im Gesundheitssystem. Schon vor dem Ende der USAID-Mittel zeigte sich ein schleichender Rückgang internationaler Hilfe, aber jetzt droht ein Sprung ins Ungewisse – allen voran bei den Programmen gegen HIV/Aids. Fachleute warnen: Bis zu 6,6 Millionen zusätzliche HIV-Neuinfektionen könnten folgen, Millionen weitere Kinder zu Waisen werden. Länder wie Nigeria und Simbabwe, ohnehin stark vom Virus betroffen, spüren die Kürzungen bereits schmerzhaft. 2025 wurden die Mittel allein dort jeweils um etwa 60 Prozent beschnitten. Makunura Addmore von den SOS-Kinderdörfern Simbabwe bringt es auf den Punkt: "Wir stehen am Rand einer neuen Aids-Welle. Viele Orte verlieren den Zugang zu essentiellen Medikamenten. Die Zahl von Aids-Waisen und schwer kranken Kindern steigt wieder – ein düsteres Déjà-vu."