Mehr zu afrika

Abgrund oder Aufbruch? Die Folgen gekappter US-Hilfsgelder im Kampf gegen Aids in Nigeria und Simbabwe

Harare/Abuja – In Subsahara-Afrika sorgt der massive Rückzug amerikanischer Entwicklungsunterstützung bereits jetzt für erschütternde Lücken im Gesundheitssystem. Schon vor dem Ende der USAID-Mittel zeigte sich ein schleichender Rückgang internationaler Hilfe, aber jetzt droht ein Sprung ins Ungewisse – allen voran bei den Programmen gegen HIV/Aids. Fachleute warnen: Bis zu 6,6 Millionen zusätzliche HIV-Neuinfektionen könnten folgen, Millionen weitere Kinder zu Waisen werden. Länder wie Nigeria und Simbabwe, ohnehin stark vom Virus betroffen, spüren die Kürzungen bereits schmerzhaft. 2025 wurden die Mittel allein dort jeweils um etwa 60 Prozent beschnitten. Makunura Addmore von den SOS-Kinderdörfern Simbabwe bringt es auf den Punkt: "Wir stehen am Rand einer neuen Aids-Welle. Viele Orte verlieren den Zugang zu essentiellen Medikamenten. Die Zahl von Aids-Waisen und schwer kranken Kindern steigt wieder – ein düsteres Déjà-vu."

04.03.26 05:55 Uhr

Kronenkraniche 2026: Glücksvögel und Warnsignal für Afrikas Wildnis

Dresden/Berlin – Der Kronenkranich, mit majestätischer Erscheinung und leuchtender Federkrone, erhält den Titel Zootier des Jahres 2026. In vielen Regionen Afrikas verehrt und als Glücksbote verstanden, steht diese Vogelart nun im Rampenlicht – nicht zuletzt deshalb, weil ihr Überleben in freier Wildbahn immer unsicherer wird. Die aktuelle Kampagne rückt den dramatischen Rückgang des Kronenkranichs ins Zentrum und startet neue Schutzmaßnahmen direkt in seinen afrikanischen Lebensräumen.

21.01.26 15:05 Uhr

Kolonialgeschichte im Blick: Buch und Ausstellung zu den Kriegen in Ostafrika

In Berlin wandeln Geschichte und Gegenwart auf engem Pfad nebeneinander – besonders dann, wenn es um Deutschlands koloniales Erbe geht. Eine neue Buchveröffentlichung von Tanja Bührer und die Ausstellung "Geschichte(n) Tansanias" im Humboldt Forum gehen der Frage nach, wie tief die Spuren kolonialer Kriege in Ostafrika bis heute reichen.

14.01.26 09:45 Uhr

Weltweite Drangsalierung von Christen erreicht traurigen Rekord – 388 Millionen Betroffene laut neuem Open-Doors-Bericht

In Kelkheim legt Open Doors aktuelle Zahlen auf den Tisch: Die Christenverfolgung erreicht einen besorgniserregenden Höhepunkt. Der diesjährige Weltverfolgungsindex listet die 50 gefährlichsten Länder für Christen auf und offenbart, wie Gewalt, Isolation und politische Instabilität das Leben gläubiger Menschen weltweit zunehmend bedrohen.

14.01.26 02:01 Uhr

Erster Botschafter aus São Tomé und Príncipe offiziell in Berlin begrüßt

Berlin – Es ist ein bemerkenswerter Moment: Am 19. Dezember empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals einen offiziellen Vertreter von São Tomé und Príncipe im Schloss Bellevue. Botschafter José Cassandra überreicht dem Bundespräsidenten seine Beglaubigung – mit diesem Symbolakt beginnen die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und dem westafrikanischen Inselstaat. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen künftig gemeinsame Interessen in Tourismus, Energie und nachhaltiger Entwicklung.

18.12.25 10:25 Uhr

Trump schließt Südafrika vom G20-Gipfel 2026 aus und friert Finanzhilfen ein

Donald Trump, der ehemalige US-Präsident, plant, Südafrika vom kommenden G20-Treffen in Miami auszuschließen und jegliche finanzielle Unterstützung einzufrieren. Im Hintergrund stehen Vorwürfe, die südafrikanische Regierung gehe nicht gegen abgeurteilte Menschenrechtsverletzungen vor.

26.11.25 21:04 Uhr