Ein Zeichen für Artenschutz: Michael Kretschmer als Kampagnenlotse
Heute präsentierte der Zoo Dresden die diesjährige Initiative. Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen und prominenter Unterstützer, unterstrich die vielschichtige Symbolik des Kronenkranichs: „Nicht nur als eindrucksvoller Vogel, sondern als Warnsignal für die Fragilität der Artenvielfalt. Er zeigt uns, wie nah bedrohte Schönheit und tägliche Realität beieinander liegen. Der Schutz des Kronenkranichs sollte unser kollektives Anliegen sein – Grenzen spielen dabei keine Rolle.“
Die Population schrumpft dramatisch, getrieben von Zerstörung und Trockenlegung von Feuchtgebieten, ausuferndem Pestizideinsatz und Kollisionen mit Stromleitungen. Dazu kommen Wilderei, illegale Tierhändler und der merkwürdige Trend, Kronenkraniche als exotische Dekoration zu nutzen. In Ostafrika beispielsweise dezimierte sich die Zahl der Kronenkraniche in den letzten Dekaden um 80 Prozent, allein in Tansania leben nur etwa 2.000 Wildvögel.
Zoos zeigen Verantwortung – Engagement geht weit über Europa hinaus
„Wer je das Trompeten und die Tänze der Kronenkraniche gesehen hat, weiß, was auf dem Spiel steht“, meint Dag Encke, Verbandspräsident des VdZ. Die Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz helfen nicht nur mit Aufklärung, sondern auch mit Spenden für konkrete Hilfsprojekte in Kenia, Tansania und Burundi. So wollen sie mit Geländewagen und Motorrädern den Zugang zu entlegenen Kranich-Gebieten ermöglichen, Freiwillige besser ausstatten und Einheimische zu nachhaltigen Anbaumethoden motivieren – weniger Pestizide, mehr Lebensbäume, bessere Perspektiven für alle. Zentral bleibt die Beteiligung und das Vertrauen der lokalen Gemeinschaften.
„Kronenkraniche stehen in besonderer Weise für die Verbindung zwischen Natur und Mensch. Ihr Erhalt bedeutet auch den Schutz ganzer Ökosysteme, von denen wiederum viele andere Arten profitieren“, hebt Dr. Viktoria Michel (ZGAP) hervor. Neben der ZGAP sind NABU International und NABU als Projektpartner Teil der Kampagne und weiten ihre Schutzaktivitäten gezielt aus.
Kronenkranich – Glücksvogel, Nationalstolz und Schädlingsbekämpfer
Kronenkraniche haben Flügel-Tippspannweiten von rund zwei Metern und besiedeln die Savannen südlich der Sahara. In Uganda ist der Kronenkranich Staatssymbol und ziert die Nationalflagge. In Ruanda und Burundi steht er für Reichtum und Glück – und ist zugleich als natürlicher Jäger von Heuschrecken ein wichtiger Partner der Bauern. Durch den Vogel-Tourismus trägt er auch zum Einkommen ländlicher Familien bei.
Eine Dekade „Zootier des Jahres“ – sichtbarer Tierschutz
Seit nunmehr zehn Jahren macht die Kampagne „Zootier des Jahres“ vergessene Arten sichtbar und kanalisiert Spenden in Schutzprojekte – etwa für Papageien in Bolivien, Schildkröten in Kambodscha oder Gürteltierarten Brasiliens. Auch 2026 bleibt das Ziel: Artenschutz verständlich machen und direkt vor Ort helfen – mit dem Kronenkranich als Botschafter vergessener Schätze.
Presse- und Kontaktinformationen siehe Original.
Der Kronenkranich, ein auffälliger und geschätzter Bewohner afrikanischer Feuchtgebiete, ist zum Zootier des Jahres 2026 gewählt worden. Seine Bestände sind durch menschliche Aktivitäten wie Lebensraumzerstörung, Einsatz von Agrarchemikalien und Wilderei stark bedroht; in manchen Regionen ist sein Bestand um bis zu 80 % geschrumpft. Die diesjährige Kampagne des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) fokussiert sich darauf, Aufmerksamkeit zu schaffen, Spenden für Hilfsprojekte in Ostafrika zu sammeln und die lokale Bevölkerung für nachhaltigen Naturschutz zu sensibilisieren. – Neue Recherche: Laut aktuellen Berichten aus taz, DW und ZEIT wurde der Rückgang der Kronenkraniche jüngst auch auf den Klimawandel zurückgeführt, der die Feuchtgebiete weiter austrocknen lässt. Einige Artikel heben hervor, dass die Einbindung lokaler Gemeinden entscheidend für dauerhaften Schutz ist; Pilotprojekte setzen dabei auf alternative Einkommensquellen durch Ökotourismus. Zudem werden internationale Zusammenarbeit und der verstärkte Datenaustausch als neue Strategie gegen Wilderei und illegalen Handel hervorgehoben.