Diesel verteuert sich deutlich, Benzin bleibt stabil – Entwicklung am Kraftstoffmarkt sorgt für Stirnrunzeln

Während Benzin preislich nahezu auf der Stelle tritt, müssen Dieselfahrer aktuell wieder tiefer in die Tasche greifen. Die neueste Auswertung des ADAC zeigt, dass Super E10 im deutschlandweiten Schnitt kaum günstiger ist als letzte Woche, während der Dieselpreis einen merklichen Satz nach oben gemacht hat. Trotz stagnierender Rohölpreise bleibt die Erhöhung für viele überraschend – und einige fragen sich, woran das wohl liegen mag.

heute 15:06 Uhr | 3 mal gelesen

Erstaunlich: Vor rund einem Jahr lag der Rohölpreis pro Barrel (Sorte Brent) noch etwa 15 Dollar höher (nahezu 80 US-Dollar), und trotzdem war Diesel damals kaum teurer als heute. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar etwas an Wert verloren, was Preise hierzulande beeinflusst. Aus Sicht des ADAC gäbe es allerdings trotz Wechselkursschwankungen noch Luft nach unten beim Dieselpreis. Beim Super E10 dagegen bewegt sich der aktuelle Preis in etwa auf Vorjahresniveau – was irritierend ist, wenn man den Preisverfall beim Rohöl berücksichtigt. Ein Tipp aus der Praxis: Wer abends tankt, spart im Schnitt bis zu 13 Cent pro Liter gegenüber den Preisen am frühen Morgen. Die App „ADAC Drive“ zeigt bundesweit aktuelle Spritpreise an rund 14.000 Tankstellen an – ein unkomplizierter Helfer beim Sparen. Weitere Infos zur Preisentwicklung gibt’s außerdem online beim ADAC.

Die Benzinpreise stagnieren auf vergleichbarem Level zum Vorjahr, der Dieselpreis steigt jedoch zuletzt spürbar – ein Effekt, der von den eher konstanten Rohölpreisen schwer zu erklären ist. Manche Stimmen vermuten geheimere Mechanismen oder Absprachen, andere hingegen verweisen auf das Wechselspiel von Steuern, Transportkosten und Marktdynamik. Laut ADAC ist abendliches Tanken aktuell der einfachste Weg, Geld zu sparen – und auch Digitallösungen wie Spritpreis-Apps gewinnen weiter an Bedeutung. Ergänzende Recherche: Am 11. Juni 2024 berichten mehrere Medien, dass sich die Rohölpreise weiterhin unter der Marke von 80 US-Dollar pro Barrel bewegen. Branchenanalysen (taz.de) führen die Preisanstiege besonders beim Diesel unter anderem auf saisonale Effekte wie den erhöhten Straßentransportverkehr sowie Verschiebungen bei Biokraftstoffen zurück. In Diskussionen über die Preispolitik der Mineralölkonzerne gibt es erneut Forderungen nach mehr Transparenz, wie etwa auf spiegel.de und zeit.de thematisiert. Zeitgleich nehmen Autofahrer laut DW.com und sueddeutsche.de sowohl die höheren Kosten bei Diesel als auch die regionalen Unterschiede wahr und üben regelmäßig und öffentlich Kritik.

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