Ricarda Lang: Homeoffice-Recht als Antwort auf hohe Spritkosten
Wegen explodierender Spritpreise plädiert Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang für ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice – als konkrete Entlastung für viele Arbeitnehmer.
Wegen explodierender Spritpreise plädiert Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang für ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice – als konkrete Entlastung für viele Arbeitnehmer.
Berlin – Während Kraftstoffpreise ungezügelt steigen, meldet sich AfD-Chefin Alice Weidel zu Wort und wirft der Merz-geführten Bundesregierung Konzeptlosigkeit vor.
Gerade am Tag, als das sogenannte Österreich-Modell für die Spritpreise startet, knackt der Dieselpreis in Deutschland eine neue Bestmarke. Während mit der neuen Vorschrift Tankstellen nur noch einmal täglich, und zwar mittags um 12 Uhr, die Preise erhöhen dürfen, schoß vor allem Diesel nach oben: Laut ADAC sprang der Preis für Super E10 knapp vor 12 Uhr um 7,6 Cent auf 2,175 Euro, Diesel zog um 7,5 Cent an – satte 2,376 Euro pro Liter.
Angesichts steigender Spritpreise beharrt der SPD-Wirtschaftsexperte Sebastian Roloff nicht nur auf eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, sondern dringt auch auf rasche Direktzahlungen an einkommensschwächere Haushalte. 'Die Menschen brauchen jetzt Unterstützung', betont er auf dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise.
Ungewöhnlich teure Zeiten an deutschen Zapfsäulen: Im März 2026 verzeichnete Diesel einen nie dagewesenen Preisrekord. Nach aktuellen Zahlen des ADAC kostete ein Liter Diesel im Monatsdurchschnitt 2,164 Euro. Auch Super E10 kletterte deutlich, während eine neue Preisregelung plötzlich für Aufsehen sorgt – und Preisaufschläge fast wie im Zeitraffer.
Unmittelbar bevor in Deutschland neue Tankstellen-Vorgaben in Kraft treten, haben die Spritpreise erneut zugelegt – viele Autofahrer dürften den aktuellen Anstieg besonders bemerken.
Mit deutlichen Worten setzt sich SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf für eine Extra-Abgabe auf hohe Profite von Ölkonzernen ein. Autofahrer seien an den Zapfsäulen die Leidtragenden von Krisengewinnen.
Obwohl der Nahe Osten weiterhin von Krieg erschüttert wird, lassen die Spritpreise an deutschen Tankstellen in dieser dritten Woche keine weiteren Sprünge erkennen. Der Preisdruck bleibt allerdings groß und schmerzlich spürbar – ein Liter Super E10 kostet im Schnitt 2,042 Euro, wie der ADAC meldet.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) macht Druck auf die Mineralölkonzerne und will rasch gegen die explodierenden Spritpreise vorgehen.
Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, zeigte sich nach einem Treffen mit der Mineralölbranche unzufrieden: Aus seiner Sicht fehlt eine klare Begründung, weshalb sinkende Weltmarktpreise nicht an Deutschlands Zapfsäulen ankommen.