Israels Botschafter sieht wachsende Terrorgefahr aus Iran in Europa

Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland, warnt vor drohenden Attacken durch iranische Schläferzellen auf europäischem Boden.

heute 09:13 Uhr | 1 mal gelesen

„Die Mullahs in Teheran leben ihren Hass in die Welt hinaus“, so Prosor im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Israel habe schmerzhaft lernen müssen, dass die tödlichen Pläne des Regimes in Iran nicht bloßer Popanz sind – allerdings, gibt Prosor zu bedenken, habe man das Problem zunächst unterschätzt. 'Europa sollte das nicht auch tun', mahnt er. Diese Ideologie bedrohe nicht nur Jüdinnen und Juden – heute sei es vielleicht die Synagoge, morgen schon die Kirche. Schläferzellen – unscheinbar und im Alltag verschwunden – könnten jederzeit brutal zuschlagen, auch quer durch Europa. Was die Zusammenarbeit mit Amerika gegen den Iran angeht, verteidigte Prosor das Vorgehen Israels und die fehlende europäische Einbeziehung. 'Militärische Pläne sprechen wir selten öffentlich aus. Der Schlag gegen die iranische Führung musste abgeschottet bleiben, um zu funktionieren.' Europa hingegen habe sich zu lange in diplomatischen Ausreden verfangen und immer neue Verzögerungen gesucht. 'Diesen Luxus, abzuwarten, hatten wir schlicht nie – wir mussten handeln, um die Gefahr eines iranischen Nuklearwaffenprogramms zu bannen.' Mittlerweile, so Prosor, verfüge Iran längst über Raketen und Drohnen, mit denen Europa erreicht werden könnte. Zur Debatte um Annexionen an Israels Nordgrenze bezog Prosor klar Position: Der Vorschlag, Teile des Südlibanon einzunehmen, spiegele nicht die Haltung der Regierung wider. 'Wir wollen vor allem unsere Menschen schützen – und gehen nur so weit, wie nötig, bis keine Raketen mehr einschlagen. Eine permanente Besatzung lehnen wir entschieden ab.'

Israels Botschafter Ron Prosor warnt angesichts aktueller Spannungen deutlich vor iranisch beeinflusster Gewalt in Europa, insbesondere durch „Schläferzellen“, die scheinbar im Alltag untertauchen und dann plötzlich zuschlagen könnten. Seine Kritik richtet sich teils explizit an europäische Regierungen, die über Jahre hinweg den Iran zu nachsichtig behandelt hätten; Israel habe aus bitterer Erfahrung gelernt, diese Gefahr ernster zu nehmen. Interessanterweise wird im deutschen Medienkontext aktuell viel über schwelende Unsicherheiten an Israels Grenzen (vor allem zum Libanon) berichtet und Debatten um militärische Strategien, während parallel die Angst vor einem Überschwappen des Konflikts nach Europa wächst – was durch neue Meldungen zu Angriffswarnungen und festgenommenen mutmaßlichen Agenten befeuert wird. Beim Abgleich aktueller Berichterstattung (u.a. in der ZEIT, FAZ, taz und anderen) findet sich eine breite Debatte zu Irans geopolitischem Einfluss, den Warnungen vor iranischem Terror in Europa sowie der Eskalationsgefahr an Israels Nordgrenze – samt Protesten, diplomatischen Warnungen und neuerdings spektakulären Sicherheitsmaßnahmen bei jüdischen Einrichtungen.

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