Ricarda Lang: Homeoffice-Recht als Antwort auf hohe Spritkosten

Wegen explodierender Spritpreise plädiert Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang für ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice – als konkrete Entlastung für viele Arbeitnehmer.

03.04.26 01:02 Uhr | 60 mal gelesen

„Im Moment zählt jeder eingesparte Liter Benzin doppelt – für die eigene Kasse und, klar, auch für die Umwelt“, betont Ricarda Lang gegenüber der Funke Mediengruppe. Ihr Anliegen: Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice, überall dort, wo der Job und die Unternehmenspraxis es zulassen. Denn die Fahrt zur Arbeit wird immer mehr zum Kostenfaktor – und es sind nicht nur die Benzinpreise: Auch die Bahntickets ziehen an. Da schwebt über der Idee, von zu Hause zu arbeiten, plötzlich etwas fast Befreiendes. Natürlich, räumt Lang ein, gibt es Jobs – viele, zugegeben – da ist mobiles Arbeiten keine Option. Für diese müsse man dennoch Lösungen finden. Die Zusatzkosten dürften nicht bloß auf die Schultern der Pendler abgewälzt werden. Lang schielt dabei auf eine mögliche Übergewinnsteuer: Wer in der derzeitigen Krise Sondergewinne einfahre, solle zur Entlastung der besonders Betroffenen einen finanziellen Beitrag leisten. Persönlich finde ich diesen Gedanken nachvollziehbar, auch wenn eine Steuer alleine vermutlich nicht alle Probleme löst.

Ricarda Lang fordert angesichts stetig steigender Spritpreise ein allgemeines Recht auf Homeoffice – vorausgesetzt, der Job erlaubt es praktisch und keine betrieblichen Herausforderungen stehen entgegen. Das Ziel dahinter: Arbeitnehmer sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Fahrten zur Arbeit und damit die Kosten für Kraftstoff drastisch zu reduzieren. Für alle, die weiterhin pendeln müssen, spricht sich Lang zusätzlich für gezielte Entlastungen wie eine Übergewinnsteuer aus. In aktuellen Berichten wurde diskutiert, dass die Lage für Pendler in Deutschland tatsächlich zunehmend schwieriger wird – teils steigen die Preise an den Zapfsäulen auf ein Jahreshoch. Laut Zeit.de gibt es politischen Druck, dass Unternehmen flexibler mit Homeoffice-Regelungen umgehen, um Arbeitnehmerfinanzen wie auch Umwelt zu schonen. Die Bundesregierung prüft derzeit verschiedene Entlastungsmaßnahmen, unter anderem pauschale Steuervergünstigungen und Zuschüsse für Berufspendler, wie die Süddeutsche berichtet. Die Wirtschaftsinteressen stehen dabei häufig im Spannungsfeld zu Forderungen nach Gerechtigkeit in Krisenzeiten.

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