Sonntagsfrage: Starker Gegenwind für SPD und Union

Die jüngste ARD-Deutschlandtrend-Umfrage bringt für Union und SPD schlechte Nachrichten: Beide Parteien verlieren spürbar an Rückhalt.

heute 18:02 Uhr | 4 mal gelesen

Wenn tatsächlich an diesem Sonntag die Bundestagswahl anstehen würde, käme die Union aktuell nur noch auf 26 Prozent. Im Vergleich zum Monatsbeginn ist das ein Rückgang um zwei Punkte. Die SPD rutscht sogar auf 12 Prozent ab, was ihren tiefsten Stand seit Sommer 2019 markiert. Überraschend ist der Höhenflug der AfD, die mit 25 Prozent (+2) beinahe gleichauf liegt – bemerkenswert, wenn man an die Debatten rund um die Partei denkt. Die Grünen halten sich bei 14 Prozent (+1), während die Linke in der Umfrage mit 10 Prozent ebenfalls zulegt. FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht bewegen sich im Abseits (3 Prozent), also unterhalb der magischen 5-Prozent-Hürde, die für einen Einzug in den Bundestag nötig wäre. Zusammengenommen erreichen die 'sonstigen' Parteien 7 Prozent. Was das Vertrauen in die Regierung angeht: Ernüchterung macht sich breit. Nur noch 15 Prozent der Befragten sind mit der Regierung zufrieden oder sehr zufrieden – ein brachialer Rückgang von 10 Prozentpunkten. Acht von zehn Deutschen sehen aktuell wenig Sinn in der Regierungsarbeit. Insbesondere die SPD erhält mit gerade einmal 13 Prozent Zustimmung eine Klatsche; CDU, CSU und Kanzler Merz bekommen bei der Bewertung ihrer Performance ebenfalls kaum Rückenwind. Im Kabinett hält sich einzig Boris Pistorius in der Gunst: Knapp die Hälfte ist mit seiner Arbeit einverstanden (aber auch das ist rückläufig). Außenminister Johann Wadephul bleibt für viele ein unbeschriebenes Blatt, ähnlich wie einige andere Kabinettsmitglieder, deren Werte oft von Unbekanntheit oder Unsicherheit geprägt sind. Auffällig: Selbst bekannte Figuren wie Söder und die Grünen-Fraktionsführerin Haßelmann verlieren an Rückendeckung. Für mich persönlich illustriert das Ergebnis eine zunehmende Unlust in der Bevölkerung, sich überhaupt noch einzumischen oder an Politik zu glauben – ein bisschen wie eine Mannschaft, die ihren Trainer aufgibt, aber nicht weiß, wer Ersatz werden soll.

Die deutschen Regierungsparteien Union und SPD müssen aktuell empfindliche Verluste bei den Umfragewerten hinnehmen. Besonders die SPD erreicht mit 12 Prozent ein historisches Tief, und nur Verteidigungsminister Boris Pistorius bleibt ein Lichtblick bei den persönlichen Zustimmungswerten. Der anhaltende Vertrauensverlust spiegelt sich in einer sehr kritischen Grundhaltung gegenüber den etablierten Parteien und Personen wider – eine Entwicklung, die sich laut neuesten Online-Berichten fortsetzt: Die Schuldzuweisungen in Richtung Regierung und der Wunsch nach politischer Veränderung durchziehen Kommentare vieler Medienportale. Zusätzliche Recherchen zeigen: Laut der Süddeutschen Zeitung werden die Ampel-Koalitionäre zunehmend als handlungsunfähig wahrgenommen, und in Debatten werden Struktur- und Führungsschwächen betont. Die Zeit legt den Finger auf die Krisenkommunikation der Spitzenpolitiker und fragt, warum die SPD gerade für junge Wähler an Attraktivität verliert. Eine aktuelle Analyse auf Spiegel.de setzt sich kritisch mit dem wachsenden Einfluss populistischer Kräfte auseinander und sieht darin eine potenzielle Gefahr für die politische Stabilität – auch weil sie gezielt die Schwächen etablierter Parteien ausnutzen. Das Meinungsbild bleibt volatil, doch die Tendenz ist eindeutig: Die Unzufriedenheit wächst, und über konkrete politische Konsequenzen wird zunehmend lauter diskutiert.

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