Für Bilger sind die neuen Tankstellen-Bestimmungen eher ein erster, notwendiger Schritt als eine abschließende Lösung. Gegenüber RTL und ntv sprach er davon, dass angesichts des anhaltenden Konflikts – gemeint ist die angespannte Lage im Iran – weiterhin mit Preisschwankungen an der Zapfsäule zu rechnen sei. "Wir haben zwar Maßnahmen wie die Freigabe der Ölreserven und erweiterte Kompetenzen fürs Kartellamt auf den Weg gebracht, erste positive Effekte zeichnen sich ab, aber wer auf eine spürbare Entlastung für die Autofahrer hofft, der wird wohl enttäuscht", räumt Bilger offen ein. Im Hintergrund arbeitet nun eine Benzinpreis-Taskforce – Bilger kündigt an, dass dort auch unkonventionelle Ansätze besprochen werden können, inklusive einer möglichen Anpassung der Pendlerpauschale. "Was noch alles kommt, wird man sehen, solange die Situation im Iran brodelt, bleibt der Ölpreis angespannt. Wir haben keine Kontrolle über die Dynamik dort – das ist brutal ehrlich." Der CDU-Politiker sieht die Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland kritisch. Die hohen Energiepreise würden spürbar auf das Wachstum drücken. Angesichts der Unklarheit über die Dauer des Konflikts fordert Bilger mehr Mut zu wirtschaftlichen Reformen, damit die deutsche Wirtschaft trotz globaler Unsicherheiten wieder auf Kurs kommen kann.
Bilger macht deutlich, dass die neue Tankstellen-Regelung nur ein Einstieg in einen umfassenderen politischen Umgang mit steigenden Energiepreisen ist. Er verweist auf erste Effekte staatlicher Maßnahmen, dämpft aber Hoffnungen auf schnelle und spürbare Entlastungen, solange geopolitische Unsicherheiten wie der Iran-Konflikt anhalten. Zugleich stellt er eine Ausweitung der Pendlerpauschale, wirtschaftliche Reformen und eine bessere Rahmenbedingungen für den Standort Deutschland als Teil eines notwendigen Gesamtpakets in Aussicht. Zahlreiche Medien wie die FAZ haben zudem berichtet, dass die Bundesregierung weiterhin Alternativen diskutiert – etwa eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer oder stärkere Subventionen für Pendler. Fachleute und Politiker mahnen unterdessen zu mehr Investitionen in erneuerbare Energien, um langfristig unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen zu werden. Öffentliche Resonanz und Kritik an der Wirksamkeit einzelner Schritte werden zunehmend lauter.