Wenn Starköche und Ski-Asse sich messen – Genuss pur am Hahnenkamm 2026

Kitzbühel: Am letzten Märzwochenende 2026 kam es zu einer besonderen Mischung aus Skisport und Haute Cuisine – ein Stelldichein renommierter Koch-Größen und sportlicher Ambition.

heute 09:25 Uhr | 4 mal gelesen

Es ist schon ein bisschen verrückt, wie eng Adrenalin und Aromen beieinanderliegen können. Zwei volle Tage voller Eifer, Geschmacksexplosionen und sportlichem Ehrgeiz: So zeigte sich das Gipfeltreffen ‚Koch-Legenden am Hahnenkamm‘ in Kitzbühel, bei dem Hochkaräter am Herd und auf Skiern gleichermaßen auftrumpften.

Der Auftakt wurde direkt feierlich: Ein Aperitif im berühmten Starthaus der Streif hob die Stimmung, gefolgt von einem italienisch inspirierten Abend mit Meeresgenüssen im Sonnbühel – die Alpen im Blick, den Teller im Fokus. Irgendwie fühlt sich guter Fisch in dieser Bergluft noch ein Stück frischer an, ganz ehrlich.

Natürlich durfte der sportliche Teil nicht fehlen – das Skirennen am Montagvormittag, eine Reminiszenz an die legendären Hahnenkammrennen. Doch ausruhen? Fehlanzeige: Schon am Mittag wurden im Hochkitzbühel Restaurant die Messer gehalten, Töpfe geschwenkt und ein Wettbewerb der Sinne eingeläutet.

Der Montagsabend brachte ein Festmahl im Restaurant Neuwirt – und spätestens mit der Mitternachts-Bouillabaisse von der Fischerei Tegernsee war klar: Hier geht keiner hungrig ins Bett. Manche Gäste suchte tatsächlich erst zum Frühstück das Weite.

Ein ganzes Staraufgebot fand sich ein: Aus der Schweiz Peter Knogl, Andreas Caminada und Silvio Germann, aus Österreich die Brüder Obauer, Deutschland stellte u.a. Hans Haas und Mike Süsser. Die Crème de la Crème – sogar Skilegenden mischten sich unter die Chefmützen. Eckart Witzigmann als Ehrengast verlieh dem Ganzen eine Portion Zeitlosigkeit.

Insgesamt: 28 Küchenchefs, 26 Michelinsterne, 45 Hauben. Wenn das keine Ansage ist…

Der Wettbewerb: von Austernöffnen bis Kaviar-Verkosten, aber nicht unter Laborbedingungen – sondern mal wild, mal herzlich, manchmal gnadenlos ehrlich. Kombiniert wurde alles mit den Zeiten aus dem Skirennen. Wer also dachte, Sterneköche hätten nur weiche Hände, sah sich getäuscht.

Alban Pfurtscheller fuhr allen davon – auf Skiern und beim Kochen. Ihm folgten Josef Brüggler und Jürgen Kleinhappl. Die Sieger standen fest, aber eigentlich waren alle Gewinner; selten war eine angenehmere Mischung aus Konkurrenz und Kollegialität spürbar. Im Mittelpunkt: der Mensch am Herd, der neugierige Austausch, das gemeinsame Erlebnis in den Bergen.

Bemerkenswert: Dieser Event hat Wurzeln. 1998 in Kitzbühel gestartet, von Thomas Schreiner und Hans Haas als launige Idee ins Rollen gebracht, wanderte er nach Ischgl – dort wurde die Kochchallenge über Jahre zum Pflichttermin für Gourmetfans. Mit der Rückkehr nach Kitzbühel 2026 schließt sich gewissermaßen ein Kreis.

Dass dahinter Marken wie Laurent-Perrier, Kitzbühel Tourismus und weitere namhafte Partner stehen – geschenkt. Am Ende bleibt etwas anderes haften: der Geschmack, das Erlebnis, das Miteinander. Und vielleicht das leichte Ziehen in den Waden am Tag danach, den alle halb heimlich als Beweis ihrer Leistung empfinden.

Die „Koch-Legenden am Hahnenkamm“ brachten Ende März 2026 zahlreiche Spitzenköche und Ski-Persönlichkeiten nach Kitzbühel und verwoben Gourmet-Leidenschaft mit sportlichem Ehrgeiz. Das mehrtägige Gipfeltreffen bot ausgefallene Dinner-Abende, einen Wettbewerb aus Skifahren und kulinarischer Fingerfertigkeit sowie einen inspirierenden Blick darauf, was kulinarische Netzwerke jenseits des Küchenalltags leisten können. Mit über 25 Michelin-Sternen und fast 30 Starköchen setzte das Event nicht nur genussvolle Akzente, sondern feierte auch die Rückkehr nach Kitzbühel – 28 Jahre nach der allerersten Auflage dieses legendären Koch-Ski-Gipfels.

Aktuelle Recherchen zeigen, dass der Trend der Verbindung von Kulinarik und Outdoor-Events europäisch anhält. Viele Regionen Österreichs und der Schweiz setzen inzwischen gezielt auf Gourmetfestivals, die traditionelle Küche und lokale Produkte mit Freizeit- und Sportangeboten paaren. Im Kontext der Event-Gastronomie wird außerdem verstärkt Wert auf Nachhaltigkeit, regionale Herkunft und Erlebnisse gelegt, die echten Austausch ermöglichen und nicht nur reinen Wettkampf, sondern Gemeinsamkeit fördern. Darüber hinaus ist festzustellen, dass feiern, netzwerken und austauschen im Food-Sektor zukünftig mehr zusammenrücken – sei es auf Bergen, am Wasser oder mitten in der Stadt.

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