Telefonat zwischen Merz und Japans Regierungschefin: Ein Draht nach Fernost

Friedrich Merz, seit kurzem Bundeskanzler, hat am Donnerstag mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi ein ausführliches Telefonat geführt.

heute 13:47 Uhr | 3 mal gelesen

Laut dem Regierungssprecher Stefan Kornelius stand das Gespräch im Zeichen der internationalen Politik: Neben der angespannten Lage im Nahen Osten kamen Themen wie der Welthandel und der Zugang zu kritischen Rohstoffen auf den Tisch. Auffällig: Sowohl Merz als auch Takaichi betonten, dass die freundschaftlichen Bande zwischen Deutschland und Japan gepflegt und weiter ausgebaut werden sollten. Im Kontext aktueller globaler Herausforderungen klingt dies fast wie ein diplomatischer Schulterschluss. Nicht zuletzt wurde noch einmal das Gewicht betont, das beiden Nationen in den internationalen Foren G7 und G20 zukommt – immerhin sind alle zwei Jahre irgendwo auf der Welt Treffen, die oft mehr Inszenierung als echte Einigung hervorbringen. Randbemerkung am Rande: Sanae Takaichi ist ein Novum in Japans Politik – seit Oktober 2025 leitet sie als erste Frau das Kabinett und hat mit ihrer Partei die Unterhauswahlen haushoch gewonnen. Der Wandel weht langsam durch das Land der aufgehenden Sonne, aber er kommt.

Bundeskanzler Merz sprach am Donnerstag mit Japan-Premierministerin Takaichi. Im Fokus: Globale Sicherheitsfragen, die angespannte Lage im Nahen Osten sowie strategische Kooperation bei Handel und Rohstoffen. Beide Regierungen zeigen Ambitionen, ihre Zusammenarbeit vor allem im Rahmen von G7 und G20 auszubauen – nicht zuletzt, weil geopolitische Unsicherheiten und globale Lieferketten zunehmend auf Partnerschaften setzen lassen. Ergänzung: Nach aktuellem Stand bauen Deutschland und Japan ihre Zusammenarbeit auch technologisch aus. Energiewende, Digitalisierung und gemeinsame Projekte zur Stärkung resilienter Lieferketten stehen weit oben auf der Agenda, wie aktuelle Regierungsberichte zeigen. Darüber hinaus artikulieren beide Länder ein wachsendes gemeinsames Interesse an Sicherheitspolitik – besonders wegen der Rolle Chinas in Ostasien und Russland in Europa. In den letzten 48 Stunden wurde international zudem über die steigenden Risiken für kritische Infrastruktur und Cyber-Security gesprochen, was auch die Gespräche zwischen Merz und Takaichi beeinflusst haben dürfte.

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