„Terra X“ im ZDF: Lektionen in Nachhaltigkeit aus dem Wissen der Ahnen

Mainz – Fortschritt, Innovation und Wohlstand haben unsere moderne Welt geformt, aber oft zu einem hohen Preis: Umweltprobleme und Ressourcenverschwendung sind die Schattenseiten. Dabei lohnt sich der Blick zurück – denn nachhaltige Wege, kluges Bauen, Recycling, Heilpflanzen und traditionelle Methoden zum Schutz der Natur gab es schon zu Zeiten unserer Vorfahren. Die Doku-Reihe „Terra X: Vergessenes Wissen“ spürt alten, beinahe vergessenen Tricks für nachhaltiges Leben nach. Zu sehen gibt es beide Teile ab sofort im ZDF Streaming und außerdem im April 2026 jeweils sonntags um 19:30 Uhr im TV.

15.04.26 14:41 Uhr | 27 mal gelesen

Die Schätze der Natur (1/2)

Unsere Urgroßeltern lebten noch in einer Welt, in der sie direkt von den Gaben der Natur abhängig waren. Wer krank wurde, schaute sich nicht nach Tabletten um, sondern suchte Heilung in der hauseigenen Kräuterkammer oder gleich auf den Wiesen und Feldern vor der Tür. Heute wie damals erforschen Menschen etwa in Hamburg altes Pflanzenwissen, um Innovationen gegen Themen wie die Antibiotikaresistenz zu finden – quasi moderne Detektive auf den Spuren der Heilkunst von einst. In Indien werden praktischerweise Bananenblätter wieder als Verpackung entdeckt, um Plastikberge zu vermeiden – längst bekannt bei unseren Vorfahren. Eine Fischerin auf den Lofoten macht sich auf die Suche nach Antworten auf Überfischung und stößt auf Algen – kein neuer Trend, sondern Teil menschlicher Ernährung seit Jahrtausenden, wie Ausgrabungen in Schottland zeigen. Sogar Nahrungsergänzung war für die Menschen damals kein Fremdwort.

Das Erbe der Ahnen (2/2)

Alte Bauweisen sind oft besser an ihre jeweilige Umgebung angepasst, als man vermuten würde. Im heißen Andalusien begibt sich eine Architektin auf Spurensuche rund um die Alhambra und die berühmten Höhlenhäuser: Wie konnte hier jahrhundertelang komfortabel und klimafreundlich gewohnt werden? Auch in Japan wurde schon im 17. Jahrhundert so konsequent recycelt, dass die Gesellschaft fast keinen Müll produzierte – aus Stoffresten wurden Kimonos, aus Stroh Sandalen gebastelt. Nicht zu vergessen die Bodenseeregion: Im Mittelalter sorgten strenge Fischereigesetze für nachhaltige Nutzung, wie uralte Manuskripte zeigen. Die indigenen Völker Kanadas wenden ihre alten Landschaftsbrände wieder an, um große Feuersbrünste und Schäden zu verhindern – und schaffen damit Rückzugsorte für bedrohte Arten. All das ist weniger Nostalgie als Steuer für die Zukunft – die Methoden von gestern sind heute vielleicht aktueller denn je.

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Basierend auf einer Mitteilung von: ZDF, verteilt durch news aktuell

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„Terra X: Vergessenes Wissen“ nimmt Zuschauer*innen mit auf eine Zeitreise zu den nachhaltigen Tricks und Lebensweisen unserer Ahn*innen. Der Dokumentationszweiteiler greift auf viele aktuelle Forschungstrends zurück, beispielsweise ethnobotanische Studien zur Arzneipflanzenkunde und Projekte zur Wiederbelebung indigener Landschaftspflege, wie etwa den „cultural burns“ in Kanada. Das Programm bindet an viele aktuelle Umweltdiskussionen an, etwa die Frage, wie altes Wissen den Umgang mit Ressourcen und Natur heute verbessern kann – eine Perspektive, die auch von Ökolog*innen und Historiker*innen hochgeschätzt wird. Laut aktuellen Recherchen in Fachmagazinen und Nachrichtenportalen erleben alte Praktiken wie Fermentation, nachhaltiges Bauen mit Naturmaterialien oder traditionelle Lebensmittel wieder eine Renaissance. Gerade angesichts von Energiekrise, Klimawandel und Ressourcenknappheit stoßen solche Dokus auf großes Interesse, da sie Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen. Im Vergleich zu technikzentrierten Lösungsansätzen kommt dabei das oftmals überraschend pragmatische Know-how unserer Vorfahren in den Blick – und das nicht selten mit einem Hauch von Selbstironie, wenn moderne Communities sich an jahrhundertealten Ideen versuchen. Gleichzeitig wird in Medien wie der Süddeutschen Zeitung („Alte Baukunst wiederentdeckt“), taz oder ZEIT die Rolle von traditionellem Wissen in urbanen Innovationen diskutiert, z.B. bei neuen Stadtgärten oder nachhaltigen Wohnräumen. So zeigt sich: Was lange als überholt galt, kehrt in großen Schritten zurück.

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