Risotto brutale (Arbeitstitel): Axel Milberg und Maren Eggert drehen in Hamburg eine ungewöhnliche Geschmacksgeschichte

In Hamburg entsteht derzeit ein gleichermaßen ironischer wie nachdenklicher Fernsehfilm: Ein bekannter Gastrokritiker (Axel Milberg) verliert unbemerkt seinen Geschmackssinn, schreibt versehentlich eine verheerende Kritik – und verliebt sich prompt in die ruinierten Sterneköchin (Maren Eggert). Plötzlich steht nicht nur seine Karriere, sondern auch sein Herz auf dem Prüfstand.

heute 12:22 Uhr | 3 mal gelesen

Mitten im Hamburger Frühsommer laufen noch bis zum 19. Juni die Dreharbeiten für den NDR-Fernsehfilm 'Risotto brutale' (Arbeitstitel). Das Drehbuch stammt aus der Feder des vielfach gelobten Autors Sascha Arango, während Regisseurin Friederike Jehn am Set den Ton angibt – ähnlich feinfühlig wie eine gute Gewürzmischung.

Die Handlung klingt erst einmal wie eine grobe Satire, trifft aber mitten ins Dilemma: Elmar Schneider, gespielt von Axel Milberg, hat sich seinen Ruf auf wohltemperierten Kritiken aufgebaut, jedoch tritt nach einer Krankheit das Undenkbare ein – er kann plötzlich nichts mehr schmecken. Das hält ihn nicht vom Schreiben ab, im Gegenteil: Seine anonyme, knallharte Kritik zum neuen Restaurant 'AnnaStella' wischen nicht nur mit der Sterneköchin Anna Massi (Maren Eggert) den Boden, sondern bringen sein Selbstbild ins Wanken. Im weiteren Verlauf geraten Gefühl, Gewissen und Gaumen heillos durcheinander.

Die Besetzungsliste liest sich wie ein kleiner Querschnitt durch das deutsche Schauspiel – mit Anna von Haebler, Hedi Kriegeskotte, Marix Turskiy, Fridolin Sandmeyer, Samantha Scuto Hanses und Anne Weber. Hinter den Kulissen zieht Eva Holtmann als Produzentin die Fäden, unterstützt von der BBC Studios Germany GmbH, während Sabine Holtgreve für den NDR-Redaktion die Sache begutachtet. Übrigens: Wer neugierig ist, muss auf einen speziellen Set-Besuchstermin warten.

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Im neuen NDR-Fernsehfilm 'Risotto brutale' (AT) dreht sich alles um eine doppelte Krise: Ein renommiertes kulinarisches Urteil wird durch eine unbemerkte Krankheit zum Desaster für eine talentierte Köchin. Interessant ist, dass gerade in der aktuellen Medienlandschaft Filme über Identitätsverlust und menschliches Scheitern wieder verstärkt Zuschauer anziehen. Neben der klassischen Liebesgeschichte verarbeitet das Drehbuch das Spannungsfeld zwischen beruflicher Integrität und persönlicher Nähe – ein Thema, das nicht selten auch in der Realität für Kontroversen sorgt. In den letzten Tagen wurde zudem wiederholt über den Trend berichtet, dass in der Nach-Corona-Zeit viele Menschen plötzliche Geschmacksverluste erleben (die sogenannte Parosmie), was als neue, subtile Realität in Geschichten und Theaterstücken widerhallt. Filme, die Food-Kultur, Scheitern und Selbstzweifel in so geraffter Form zeigen, gelten derzeit als besonders relevant, nicht zuletzt, weil kulinarische Kritik inzwischen fast tägliche Debatten in Feuilletons und sozialen Medien entfacht.

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