Trump: Erhöhtes Militär-Ultimatum an Europa wegen Straße von Hormus

Donald Trump macht erneut Druck: Nach Informationen des 'Spiegel' erwartet der US-Präsident klare Zusagen europäischer Staaten zur Sicherung der für den Welthandel zentralen Straße von Hormus – und das offenbar kurzfristig.

heute 12:50 Uhr | 3 mal gelesen

Anscheinend will Trump nicht länger nur freundliche Absichtserklärungen – er verlangt Taten. Nicht zum ersten Mal zeigt sich der frühere US-Präsident unzufrieden mit seinen europäischen Partnern. Schon nach dem Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte holte Trump auf seinem hauseigenen Kurznachrichtendienst zum Rundumschlag aus: Die Nato versage immer dann, wenn man sie wirklich brauche, behauptete er dort. Interessanterweise führte er dann auch noch den seit Monaten schwelenden Grönland-Konflikt ins Feld – ein Thema, das in die Hierarchie bedeutender weltpolitischer Krisen bislang eher aus dem Rahmen fiel. Was aber bleibt, ist die klare Forderung: Europa muss konkret werden und liefern – und zwar Militär, keine Worte.

Trump erhöht den Druck auf Europa und fordert laut Medienberichten innerhalb kürzester Zeit feste militärische Beiträge – vorrangig den Einsatz von Kriegsschiffen – zum Schutz der Straße von Hormus, einer strategisch wichtigen Seeschifffahrtsroute. Ähnliche Forderungen hatte Trump bereits in der Vergangenheit gestellt und kritisiert regelmäßig, dass europäische NATO-Partner ihrer militärischen Verantwortung aus seiner Sicht nicht ausreichend nachkommen. Die Debatte spiegelt die Unsicherheiten in den transatlantischen Beziehungen wider, insbesondere vor dem Hintergrund jüngster Angriffe auf Handelsschiffe in der Region sowie weiterhin schwelender geopolitischer Spannungen und gegenseitigem Misstrauen. Aktuelle Recherchen zeigen außerdem, dass die Lage am Persischen Golf sich zuspitzt: Im Juni 2024 wurden mehrere Tanker von Drohnen attackiert, was neue Diskussionen über die Absicherung der Passage durch internationale Koalitionen auslöste. Deutschland, Frankreich und andere Staaten sind gespalten – einerseits gibt es Gesprächsbereitschaft, andererseits fürchten sie weitere militärische Eskalation und den Einfluss der US-amerikanischen Politik auf NATO-Strukturen.

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