Vom Baustellenkind zum Handwerksvisionär: Wie Christian Bernshausen das Handwerk neu denkt

Bad Laasphe – Für die meisten Handwerker ist der Alltag geprägt von Preisdruck, Personalmangel und zehrenden Tagen – für Christian Bernshausen waren diese Hürden der Zündstoff für Veränderung. Heute erzielt sein traditionsreicher Betrieb einen Umsatz jenseits der 30-Millionen-Marke, Überstunden oder finanzielle Sorgen sind Geschichte. Wie ist ihm dieser Sprung gelungen? Und was können andere Handwerksbetriebe aus seiner außergewöhnlichen Entwicklung lernen? Antworten gibt’s hier.

heute 12:45 Uhr | 2 mal gelesen

In Arbeitsklamotten von Engelbert Strauss steht Christian Bernshausen vor einem: ein Handwerker durch und durch, unverblümt, direkt, manchmal fast stoisch. Wer mit ihm redet, merkt schnell, dass das kein aufgesetztes Image ist. Er spricht offen über den ewigen Kampf mit der Zeit, die Suche nach passenden Mitarbeitern oder die finanzielle Gratwanderung, mit der sich so viele Betriebe täglich herumschlagen. Und doch ist bei ihm so vieles anders: Bernshausen hat es geschafft, seinen Familienbetrieb heraus aus den Zwängen des klassischen Handwerks zu manövrieren – hin zu einem erfolgreichen, modernen Unternehmen. Finanzieller Druck ist passé, Überstunden sind die Ausnahme, und sogar Privatleben kommt nicht zu kurz. Das klingt vielleicht nach Märchen; tatsächlich steckt viel Entschlossenheit und der Wille zur ständigen Weiterentwicklung dahinter.

„Hätten wir uns nicht aufs Hier und Jetzt eingelassen, würde es uns heute vermutlich nicht mehr geben“, sagt Christian Bernshausen. Genau das ist vielerorts traurige Realität: Wer im Handwerk an veralteten Strukturen festhält, bleibt oft auf der Strecke. Bernshausen wurde zum Vorbild für einen Wandel, den er heute auch anderen vermittelt – als Mentor und Coach über die Christian Bernshausen Akademie. Was ihn prädestiniert? Eigene leidvolle Umwege, gescheiterte Anläufe, echte Praxiserfahrung. Nicht alles, was glänzt, war gleich Gold: Seinen Weg beschreibt er als „Anleitung für alle, die irgendwo im Handwerk festhängen“.

Handwerker-DNA und jugendlicher Trotz: Bernshausens Anfänge

Schon als kleiner Junge werkelte Christian lieber am selbstgebauten Baumhaus als mit Bauklötzen. Ob das Ordnungsamt einschritt oder der Hammer daneben ging – aufgehört wurde einfach nicht. Früh lernte er: Rückschläge sind der erste Schritt zu einer besseren Lösung. Sein Einstieg als Azubi im Familienbetrieb war dementsprechend mit Erwartungen gepflastert. Die schulischen Erfolge – naja, sagen wir, er zählte eher auf seine praktische Ader und ein gutes Händchen für Mathematik. „Kopfrechnen kann Gold wert sein“, sagt er heute und klingt fast dankbar, dass ihm dieses Talent geblieben ist.

Nach der Ausbildung kamen Jahre der harten Arbeit: 70-Stunden-Wochen, Baustellen, neue Aufgabenfelder. Statt stehenzubleiben, dachte er immer weiter – etwa bei Bewehrungsplänen oder Projektorganisation, was ihm schnell Führungsverantwortung einbrachte. Es schien bergauf zu gehen, bis 2005 sein Netzwerk durch den Wegfall eines wichtigen Partners ins Straucheln geriet. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, sattelte Bernshausen kurzerhand um: Tiefbau wurde zum neuen Geschäftszweig, aus der Not geboren und dann extrem erfolgreich.

Krisen als Chancen: Die Weichen werden neu gestellt

Als plötzlich von Baggern, Kanälen und privaten Aufträgen die Rede war, hielt Bernshausen das erst für eine Zitterpartie. Rückwirkend war genau das die Wende: Diversifikation statt Einbahnstraße war fortan sein Motto. Öffentliche Aufträge folgten, der Betrieb wuchs – neue Aufgaben, neues Personal und vor allem: neuer Mut zum Risiko.

Von der Baustelle zum Büro – ein Mentalitätswechsel

Trotz allem: Der Sprung aufs nächste Level ließ auf sich warten. Der Alltag als Handwerker forderte weiter seinen Tribut – zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, zu wenig Anerkennung. Deshalb ging Bernshausen noch weiter, legte die Meisterprüfung ab, wie nebenbei gleich in zwei Gewerken. Doch der eigentliche Durchbruch kam, als er sich von der Baustelle langsam ins Büro und ins Unternehmertum verabschiedete.

Mit dem Jahr 2019 kam dann der Moment der Erkenntnis: Warum eigentlich nicht auch Projekte als Bauträger abwickeln? Mit diesem Perspektivwechsel öffnete sich für Bernshausen ein komplett neues Feld zwischen Handwerk und Immobilien, das ihm langfristige Sicherheit bot. Die ersten Immobilien standen 2020, weitere folgten. Digitalisierung, neue Mitarbeitergewinnung und private Vorsorge liefen parallel an und wurden zur Routine.

Fazit und Blick nach vorn

„Das Handwerk lohnt sich – aber man darf sich nie auf alten Erfolgen ausruhen. Die Kombination aus Handwerk und Immobilien war für mich das fehlende Stück“, resümiert Bernshausen heute. Seine Erfahrungen teilt er inzwischen systematisch mit anderen, die sich der Modernisierung stellen wollen – realistisch, praxisnah und ohne Allüren. Wer also glaubt, im Handwerk gäbe es keine Perspektiven, sollte sich mit Bernshausens Weg einmal in Ruhe beschäftigen.

Alle Infos zu Christian Bernshausen: christian-bernshausen.de

Pressekontakt: Christian Bernshausen Akademie GmbH, info@christian-bernshausen.de

Überarbeiteter Original-Inhalt der Christian Bernshausen Akademie GmbH

http://ots.de/5f6647

Christian Bernshausen steht sinnbildlich für die Wende im deutschen Handwerk: Vom kleinen, familiengeführten Betrieb hin zu einem modernen, breit aufgestellten Unternehmen mit mehr als 85 Beschäftigten und über 30 Millionen Euro Jahresumsatz. Sein Erfolgsrezept – permanente Weiterentwicklung, Diversifikation und der Ausbau betriebswirtschaftlicher Kompetenzen – trifft einen wunden Punkt vieler traditioneller Handwerksbetriebe, die oft an alten Zöpfen festhalten und den Schritt ins digitale, kundenorientierte Arbeiten meiden. Laut aktuellen Recherchen erleben viele Betriebe gerade einen ähnlichen Transformationsdruck: Digitalisierung, Nachwuchssorgen und Preissteigerungen fordern im gesamten Bundesgebiet neue Konzepte und Flexibilität. Bundesweit kommt es aktuell immer wieder zu Diskussionen um die Zukunftsfähigkeit des Handwerks; in zahlreichen Medien wird die Bedeutung moderner Ausbildung und der Mut zum Unternehmertum betont – nicht zuletzt als Hoffnungsträger in Phasen des Fachkräftemangels und sich wandelnder Bau- und Energieanforderungen.

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