Sebastian Ebel, Vorstand von Tui, äußerte sich am Morgen bei RTL und ntv: „Wir setzen alles daran, heute mit der Rückführung zu starten.“ Aktuell sind etwa 30.000 deutsche Touristen in der Region verblieben, schätzungsweise 10.000 gehören direkt zu Tui-Kunden. Vorrang soll München als Ziel erhalten – zumindest für die ersten Sonderflüge. Das Ganze geschieht in Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways. Außerdem stünden auch Tuifly-Maschinen bereit, falls oder sobald eine Startgenehmigung vorliegt. Die Kommunikation mit den Touristen läuft größtenteils über die firmeneigene App. Für Ebel ist klar: „Unsere Aufgabe ist es, die Leute sicher heimzubringen – das steht über allem.“ Gerade die Frage nach Sicherheit spielt dabei eine zentrale Rolle, eventuell können sich daher Verzögerungen ergeben. Wie viele Tage das gesamte Unterfangen dauern wird, sei „beim besten Willen nicht zu sagen“ – das hängt an Faktoren wie der Möglichkeit, überhaupt sicher zu fliegen. Konkrete Prognosen, so Ebel, verbieten sich aktuell wegen der Zuspitzung der Situation.
Wegen der Spannung und Gewalt im Nahen Osten beginnt Tui mit der Rückführung mehrerer tausend deutscher Urlauber – dabei kommen sowohl Partner-Airlines als auch eigene Flugzeuge zum Einsatz. Die größte Herausforderung bleibt die Sicherheitslage: Noch ist nicht abzuschätzen, ob und wie die geplanten Korridore für die Flüge geöffnet werden. Laut Berichten aus anderen Medien (z.B. 'Spiegel' oder 'Zeit') bereiten sich auch andere Reiseveranstalter auf ähnliche Evakuierungen vor, und das Auswärtige Amt beobachtet die Entwicklung rund um die Uhr. Zudem ist die Situation für Reisende von Unsicherheit geprägt; spontane Änderungen oder Verzögerungen sind möglich. Viele Deutsche versuchen aktuell auf eigene Faust, die Region zu verlassen. Nach neuesten Informationen rückt auch die deutsche Bundesregierung in die Verantwortung und unterstützt Reiseunternehmen beim Organisieren von Evakuierungen durch diplomatische Kanäle und regelmäßige Lageanalysen.