US-Börsen ohne klare Richtung – Öl und Gold legen zu

Am Donnerstag präsentierten sich die amerikanischen Aktienmärkte uneinheitlich, während Rohstoffe wie Öl und Gold teurer wurden.

08.01.26 22:26 Uhr | 17 mal gelesen

Wer am Donnerstagabend einen Blick auf die Kurstafeln an der Wall Street warf, rieb sich vielleicht die Augen: Der Dow Jones beendete den Tag bei 49.266 Punkten (ein Sprung von 0,6 Prozent), während der S&P 500 fast auf der Stelle trat. Die Nasdaq ließ ein leichtes Minus von 0,6 Prozent erkennen, was einen Hauch von Ernüchterung in die Technologiewelt brachte. Pikant: US-Präsident Trump kündigte eine massive Erhöhung des Militärbudgets um satte 1,5 Billionen Dollar an – ein Rekord für das Pentagon – mit dem Ziel, die militärische Überlegenheit der USA weiter auszubauen. Die Börse reagierte allerdings gemischt: Bei Lockheed Martin leuchteten die Kurspfeile mit plus vier Prozent, Northrop Grumman und Raytheon hingegen gaben ihre Gewinne prompt wieder her. Das könnte auch an der Drohung Trumps vom Vortag liegen, die Dividenden und Aktienrückkäufe einschränken zu wollen – ein Querschläger, der bei Investoren sicher nicht nur Freude auslöste. Der Euro bewegte sich im Abwärtstrend und notierte am Abend bei 1,1652 US-Dollar. Rohstoffe standen dagegen hoch im Kurs: Gold kletterte auf 4.478 Dollar je Unze, was ungefähr 123,55 Euro pro Gramm ergibt, und Brent-Öl schoss am Abend um fast fünf Prozent nach oben auf 62,89 Dollar pro Fass. Ein wilder Tag – manche würden sagen: typisch Börse.

Die amerikanischen Märkte zeigten sich zum Tagesabschluss hin uneinheitlich: Der Dow legte zu, während die Nasdaq nachgab und der S&P 500 kaum Bewegung zeigte. Grund für die gemischte Stimmung war unter anderem Trumps angekündigtes Rüstungsprogramm in beispielloser Höhe, das bei den großen Waffenherstellern zu unterschiedlichen Reaktionen führte – wie ein kurzes, chaotisches Feuerwerk: Lockheed gewann deutlich, bei anderen verpuffte der Effekt schnell, nicht zuletzt wegen politischer Unsicherheiten rund um Dividendenausschüttungen. Abseits der Aktienmärkte gab es beim Euro leichte Verluste gegenüber dem Dollar, dafür aber steigende Preise für Gold und Öl – letztere getrieben von geopolitischer Unsicherheit, schwankender Nachfrage und Förderpolitiken der OPEC. Laut mehreren tagesaktuellen Medienberichten bleibt die Situation an den Märkten volatil: Auf https://www.faz.net wird betont, dass die Zinspolitik der US-Notenbank zusammen mit geopolitischen Risiken weiterhin für Schwankungen sorgt. Die Süddeutsche Zeitung berichtet außerdem, dass der Ukraine-Krieg und die Nahost-Spannungen die Rohstoffmärkte und damit auch Energiepreise durcheinanderwirbeln. Auf taz.de liest man, dass viele Investoren derzeit vorsichtiger agieren und die Börsenstimmung als fragil bewerten – Trotz vereinzelter Kurssprünge bleibt die Grundnervosität.

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