Die Linke äußert große Vorbehalte gegenüber den Rekrutierungsplänen von Verteidigungsminister Pistorius, da sie diese als nicht notwendig und schwer umsetzbar ansieht. Besorgniserregend aus Sicht der Linken ist, dass schon die anvisierten Zielzahlen Ängste bei jungen Menschen schüren könnten, zumal ein direkter, ehrlicher Austausch mit der betroffenen Generation fehle. Die Grenze zwischen Friedenszeit und Spannungsfall droht nach Ansicht von Linken-Politikern zunehmend zu verschwimmen, was sie vor allem durch das Reservestärkungsgesetz bestätigt sehen. Recherche-Ergänzung: Die Debatte um den Wehrdienst in Deutschland hat aktuell deutlich an Fahrt aufgenommen. Besonders aufgrund jüngster geopolitischer Spannungen (u.a. Osteuropa, Ukraine-Krieg) wächst der Druck, die Bundeswehr personell zu stärken – manche Experten argumentieren, dass das bislang bestehende freiwillige System zu wenig Resonanz bekommt. Die SPD und CDU sprechen sich verstärkt für eine Form der Dienstpflicht aus, doch Organisationen wie der Deutsche Bundesjugendring und Teile der Grünen warnen vor einer Instrumentalisierung der Jugend und fordern umfassendere gesellschaftliche Debatten statt Schnellschüssen. Im europäischen Vergleich setzen viele Länder (z.B. Schweden, Norwegen) inzwischen auf Modelle, bei denen zwar eine allgemeine Dienstpflicht angekündigt, aber selektiver rekrutiert wird.
08.01.26 22:26 Uhr