ARD und ZDF machen ernst mit der Neustrukturierung: Am 31. Dezember 2026 gehen die Lichter bei ARD alpha, Tagesschau24 und ONE aus – das haben die Sendeanstalten am Mittwoch in einer eher nüchternen Mitteilung verkündet. Zukunft machen jetzt also andere Namen, nämlich Phoenix, Neo und der neue Info-Kanal. Sie konzentrieren sich künftig auf Information, Dokumentation, Bildung und junge Zielgruppen – irgendwie ein bisschen wie ein radikaler Frühjahrsputz, nur eben im Programmordner. Arte bleibt dabei, 3sat, Kika und Funk auch, und die neuen Hauptsäulen werden offenbar als gemeinsames Projekt von ARD und ZDF betreut. Hintergrund ist ein Reformstaatsvertrag, der das lineare Angebot kräftig ausdünnt und beide Anstalten stärker zur Kooperation zwingt. Wie das nun im Detail aussehen wird, steht noch nicht ganz fest. Arbeitsgruppen sollen die nächsten Monate nutzen, um die noch ziemlich groben Pläne mit Leben zu füllen. So eine tiefgreifende Umgestaltung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist selten – man darf gespannt sein, wie der Spagat zwischen Spardruck, Auftragsvielfalt und Publikumswunsch funktioniert.
Mit der geplanten Schließung von ARD alpha, Tagesschau24 und ONE wollen ARD und ZDF auf politische Vorgaben und Sparzwänge reagieren. Der Reformstaatsvertrag verpflichtet beide Anstalten, weniger Einzelkanäle zu betreiben und neue, stärker gemeinschaftliche Marken wie Phoenix, Neo und Info auszubauen. Kritiker bemängeln, die öffentlich-rechtlichen Sender würden damit zwar Doppelstrukturen abbauen, aber auch wertvolle Vielfalt und Nischenprogramme verlieren – während Befürworter darin einen überfälligen Schritt zu mehr Effizienz und Kooperation sehen. Nach aktuellem Stand wurden weitere Details intern noch nicht abschließend geklärt, der vollständige Umsetzungsplan wird im Laufe der nächsten Monate erarbeitet.
Zusätzlich finden sich in aktuellen Medienberichten Stimmen, die mehr Mitsprache der Zuschauer fordern, und auch Unsicherheiten über die Zukunft von Spezialsendungen und unabhängigen Formaten werden diskutiert.